Abnehmen Diät-Trendfrucht Ananas – was ist dran am Fatburner-Mythos?

Die Ananas bzw. das enthaltene Enzym Bromelain soll ein wahres Wundermittel im Kampf gegen überschüssige Kilos sein. So ist es jedenfalls in zahlreichen Diätratgebern zu lesen. Doch was ist dran am Fatburner-Mythos? Wir klären auf!

Ananas

Seit Jahren hält sich der Mythos in Zeitschriften, Diätratgebern und auf zahlreichen Internetseiten, dass Ananas im Kampf gegen Übergewicht ein wahres Wunder ist, da es das Enzym Bromelain enthält, welches die Kilos schmelzen lässt. Doch eignet sich Ananas wirklich, um damit effektiv abzunehmen?

Leckere und gesunde Ananas

Die Ananas zählt mit zu den beliebtesten exotischen Obstsorten, schließlich sorgen 200 unterschiedliche Stoffe für das Aroma der Frucht. Auch kann die Ananas mit ihren Inhaltsstoffen und Nährwerten punkten. So haben 100 g Ananas gerade einmal 59 Kilokalorien. Sie ist zudem reich an Vitamin C, Kalium, Magnesium, Zink, Phosphor, Eisen und Calcium. Kein Wunder, dass die Frucht häufig in Diätrezepten zu finden ist – zuletzt auch, da das Enzym Bromelain als Fatburner angepriesen wird.

Toller Fatburner – oder doch nicht?

Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat das Enzym Bromelain einen verdauungsfördernden und entzündungshemmenden Effekt im Körper und kann Eiweiße in kleine Partikel spalten. Allerdings beeinflusst es den Fetthaushalt laut Schweizerischer Gesellschaft für Ernährung (SGE) nicht. Allein ein Kaloriendefizit kann dafür sorgen, dass Fettmasse abgebaut wird. 
Oftmals nehmen Personen mit einer Ananas-Diät dennoch ab. Das liegt nicht am Bromelain, sondern vielmehr an einer Verringerung der Gesamtkalorien in einen sehr niedrigen Bereich. Dadurch ist zwar ein schneller Gewichtsverlust möglich, allerdings verliert der Körper vorerst Wasser und Muskulatur. Dadurch sinkt letztendlich auch der Kalorienverbrauch, der in völliger Ruhe benötigt wird. Isst die Person anschließend normal, schlägt der Jojo-Effekt zu.
Besser ist es, langsam und nachhaltig mit einer Ernährungsumstellung, Sport und einer negativen Kalorienbilanz abzunehmen.
 
Datum: 20.06.2020

Autor: Christina Liersch

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