Genetik 5 Gründe, warum Frauen langsamer abnehmen als Männer

Von Natur aus ist eine Gewichtsreduktion für Frauen in der Regel schwerer, als für Männer. Wir verraten, warum das so ist und was Sie tun können, um trotzdem erfolgreich abzunehmen.

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Gewicht zu verlieren ist nie eine einfache Sache. Abnehmen ist immer mit viel Aufwand, Disziplin und Willenskraft verbunden – aber nicht nur beeinflussbare Faktoren, auch die Genetik spielt eine Rolle. Dabei gibt es aber nicht nur Unterschiede zwischen jedem einzelnen, sondern auch merklich zwischen den Geschlechtern. Demzufolge soll es für Frauen prinzipiell schwieriger sein, abzunehmen, als für Männer.

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Abnehmen ist für Frauen schwerer als für Männer

Aufgrund von verschiedenen Faktoren ist es für Frauen aus natürlichen Gegebenheiten schwerer, Gewicht zu verlieren, als für Männer.

Kalorienumsatz und Muskelanteil

Der Hauptfaktor ist folgender: Frauen besitzen von Natur aus mehr Körperfett im Verhältnis zu ihrer Muskulatur, während es bei Männern genau andersherum ist. Das ist ausschlaggebend für die Aktivität unseres Stoffwechsels. Der Grundumsatz ist bei Männern deutlich höher, da Muskeln den Hauptteil der aufgenommenen Kalorien verbrennen. Männer können also mehr Essen, ohne zuzunehmen und nehmen auch schneller überschüssiges Körperfett ab.

Stress

Frauen sind tatsächlich stressempfindlicher als Männer, sodass es bei ihnen schneller zu Wassereinlagerungen und Schlafstörungen kommt. Das kann den Hormonhaushalt schnell durcheinander bringen, sodass das Stresshormon Cortisol sich erhöht. Dadurch fällt das Abnehmen deutlich schwerer. Wichtig ist es deshalb, sich genügend Auszeiten zu nehmen, genug zu schlafen und Sport im gesunden Maß zu betreiben.

Schwangerschaft

Da Frauen Kinder austragen, ist der Körper dementsprechend darauf ausgelegt. Kommt es zu einer Schwangerschaft, nehmen Frauen an Gewicht und Körperfett zu. Gleichzeitig wird das Leben mit einem Neugeborenen stressiger, sie finden weniger Schlaf und Auszeiten für sich selbst, was nachweislich zu Fetteinlagerungen führt.

Zyklus

So gut wie jede Menstrurierende kennt es: Wassereinlagerungen vor und während der Periode, PMS und Heißhunger. Die Hormone und das Gewicht fahren Achterbahn, was aber völlig normal ist. Statt sich nur auf die wöchentliche Abnahme zu konzentrieren, sollten Sie immer Ihre Zykluswochen miteinander vergleichen – bedeutet, dass Sie Woche eins des ersten Zyklus mit Woche eins des nächsten Zyklus usw. vergleichen. 

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)

Bei PCOS handelt es sich um eine Erkrankung, die sich durch ein hormonelles Ungleichgewicht auszeichnet. Tatsächlich leiden ganze 5 bis 10 Prozent aller Frauen daran. Symptome sind vor allem Zyklusstörungen, Insulinresistenz, "Vermännlichung" z. B. der Stimme und des Haarwuchses und Hautunreinheiten. Besonders die Insulinresistenz hat zur Folge, dass der Gewichtsverlust oftmals erschwert wird.
 

Probleme beim Abnehmen: Wie können Frauen effektiv Gewicht verlieren?

Wie schon aus den oben aufgeführten Schwierigkeiten herauszulesen ist, können Frauen ihren Kalorienverbrauch vor allem durch Muskelaufbau erhöhen. Je mehr Muskelmasse, desto höher der Grundumsatz. Muskeln verbrennen Energie sogar, während Sie sitzen oder ruhen und sind demnach wahre Kalorienöfen.

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Muskulatur aufbauen

Um Muskulatur aufzubauen, sollten Sie zweimal pro Woche 30 bis 60 Minuten Krafttraining absolvieren. Aber auch die richtige Ernährung ist mindestens genauso essenziell, um langfristig an Gewicht zu verlieren. Neben einem gesunden, ausgewogenen Ernährungsplan mit viel frischem Gemüse und wenig Zucker und Fertigprodukten sollte hier auch viel Eiweiß stehen. Dies wird vom Körper benötigt, um die Muskulatur aufzubauen. Eiweißreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte und Haferflocken. Für Anfänger ist es sogar möglich, Muskulatur aufzubauen, während der Körper Fett abbaut. Verlassen Sie sich daher nicht nur auf die Waage, um Ihre Erfolge festzuhalten. Vergleichsfotos und die Körpermaße sind gute Indikatoren.

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Gemieden werden sollten schlechte Kohlenhydrate wie in Backwaren, Weizennudeln, Pizza und Weißbrot. Frauen müssen in der Regel leider langfristig weniger essen als Männer, um ihr Gewicht zu reduzieren und zu halten.
Die oberste Regel: Bleiben Sie geduldig und bleiben Sie dabei! Laut Studien werden die meisten Gewichtsverluste innerhalb von einem Jahr dauerhaft erzielt, wenn man es schafft, dranzubleiben. Für eine Ernährungsumstellung, können wir das Zählen von Kalorien empfehlen, um Portionen besser einschätzen zu können. Denn nur ein Kaloriendefizit führt zum Erfolg.

Datum: 18.09.2020
Autorin: Silva Oldenburg

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