Nagelpilz: Das hilft bei einer Infektion

Wir klären auf, was bei einem Nagelpilz Abhilfe schaffen kann.

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Fußpflege im Spa© Pixabay.com/©MrWashingt0n

Nagelpilz ist eine weit verbreitete Infektion, über die jedoch selten gesprochen wird. Zwischen vier und zwölf Prozent der Bevölkerung leiden zumindest vorübergehend unter einer Pilzinfektion der Nägel. Immer wieder ignorieren betroffene Personen auch einen Nagelpilz, was auf lange Sicht gesehen schwere Folgen haben kann. Dabei sind die Prävention und die Behandlung im Anfangsstadium vergleichsweise einfach.

Was ist ein Nagelpilz?

Bei Nagelpilz handelt es sich um eine Infektion der Nägel, die meist am Fuß auftritt, aber auch die Hände befallen kann. Auslöser sind Fadenpilze, Hefepilze oder auch Schimmelpilze. Begünstigend sind Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Immundefekte oder auch Durchblutungsstörungen.

Ein Nagelpilz zeigt sich durch eine Verfärbung des Nagels, die von milchig über gelblich-braun bis hin zu schwarz reichen kann. Außerdem sind betroffene Nägel zunehmend spröde und brüchig. Unbehandelt kann ein Nagelpilz zur Zerstörung des Nagelbetts und zum Ausfall der Nägel führen.

Optionen für die Behandlung bei Nagelpilz

Sind ein oder mehrere Nägel von einem Pilz befallen, sollte umgehend mit einer Behandlung begonnen werden. Auch wenn die Symptome mitunter mild ausfallen, sollte frühzeitig eine Therapie gestartet werden. Gerade im Frühstadium ist eine Behandlung recht einfach und kann in Eigenregie erfolgen. Dafür sind Mittel mit antimykotischen Wirkstoffen geeignet.

Solche speziellen Mittel gegen Nagelpilz gibt es beispielsweise von Poderm. Das Unternehmen hat sich auf Produkte für die Fuß- und Nagelpflege spezialisiert. Dazu gehören auch ein Serum und Mittel für die Behandlung von Nagelpilz. Die Gründerin von Poderm ist die erfahrene Podologin Maud Falconnet, die sich zum Ziel gesetzt hat, effiziente Mittel für die Nagel- und Fußpflege zu entwickeln.

Eine solche externe Therapie mit antimykotischen Mitteln ist die einfachste Option – und vor allem für Fußpilz an einzelnen Nägeln sowie im Anfangsstadium geeignet. Wer einen Fußpilz zu lange unbehandelt lässt, riskiert, dass sich die Pilzinfektion ausbreitet und diese fortschreitet. Dann sind umfangreichere Maßnahmen erforderlich, die teurer sind, und oftmals muss ein Arzt hinzugezogen werden. Das alles spricht dafür, einen Nagelpilz frühzeitig ernst zu nehmen und zu bekämpfen.

Breitet sich der Nagelpilz hingegen aus, nehmen die Symptome zu und immer mehr Nägel sind befallen. Von einem systematischen Befall wird gesprochen, wenn mehr als drei Nägel befallen sind. In einem solchen Szenario kommen oftmals orale und verschreibungspflichtige Medikamente zum Einsatz. Die Bekämpfung eines Nagelpilzes in fortgeschrittenem Stadium dauert zudem deutlich länger. Zwischen drei Monaten und einem Jahr muss für diese Behandlung eingeplant werden. Gleichzeitig gibt es eine hohe Chance auf eine Rückkehr des Nagelpilzes. Diese liegt bei bis zu 40 Prozent, abhängig davon, welche Vorerkrankungen den Nagelpilz ausgelöst haben und wie sorgfältig zukünftig die Pflege der Füße stattfindet.

Die Naturheilkunde und die Hausmedizin kennen ebenfalls verschiedene Optionen zur Behandlung von Nagelpilz. Eine mehrfach tägliche Anwendung von Essigessenz ist als hilfreich bekannt, da die Säure die Lebensgrundlage der Pilze zerstört. Jedoch dauert diese Behandlung über Monate, da der gesamte Nagel sich auf natürliche Weise erneuern muss, um den Pilz vollständig zu entfernen.

Prävention – diese Maßnahmen beugen einem Nagelpilz vor

Wie in vielen Fällen gilt auch bei Nagelpilz, dass Vorsorge die effektivste Option ist, um eine Infektion zu vermeiden. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass ein Nagelpilz ein feuchtwarmes Klima für das Wachstum benötigt. Die Erstinfektion findet durch Schmier- oder Kontaktübertragung über andere Personen statt. Das passiert in öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder durch die gemeinsame Nutzung von Schuhen.

Eine regelmäßige Nagelpflege ist die Grundlage, um das Risiko einer Nagelpilzinfektion zu verringern. Gerade wer bereits einmal einen Nagelpilz hatte, sollte auf die Fußpflege achten. In erster Linie zählt dazu, für ein gesundes Klima an den Füßen zu sorgen. Schuhe sollten grundsätzlich nach dem Tragen immer gut austrocknen. Auch feuchte Socken gehören schnellstmöglich gewechselt. Tagsüber ist es ratsam, so oft wie möglich ohne Schuhe unterwegs zu sein, um für ein trockenes und luftiges Klima um die Füße zu sorgen.

Auch spröde und trockene Haut, wie sie viele Menschen an den Füßen haben, ist ein Einfallstor für Pilzinfektionen. Aus diesem Grund sind Fußpilz und Nagelpilz eng miteinander verknüpft. Mit Feuchtigkeitscreme für die Füße lässt sich trockene und harte Haut bekämpfen. Das verbessert die Fußgesundheit und mindert das Risiko für eine Infektion mit einem Nagelpilz. Wer an den Händen mit trockener Haut kämpft, sollte auch hier auf eine regelmäßige Pflege achten. Auch hier helfen Cremes, die Feuchtigkeit zu regulieren, und sie erzeugen eine widerstandsfähige Haut. 

Außerdem sollte besonders auf die Gesundheit der Füße geachtet werden. Atmungsaktive Schuhe und Socken aus Naturmaterial wie Wolle sind ein guter Schritt, um für ein gesundes Fußklima zu sorgen. Nach dem Baden oder Duschen ist es wichtig, die Füße schnell zu trocknen. Dabei sollte unbedingt auf die Zehenzwischenräume geachtet werden, denn hier kann sich die Nässe gut halten und bildet das ideale Umfeld für Pilze. Wer beruflich bedingt Handschuhe trägt, sollte auf atmungsaktive Modelle achten. 

Wer grundsätzlich Probleme mit den Nägeln hat, kann eine professionelle Maniküre oder Pediküre in Anspruch nehmen. Hier können Punkte wie abgeknabberte Nägel oder ein eingewachsener Fußnagel angegangen werden. Dies sind ebenfalls Probleme, die eine Nagelpilzinfektion begünstigen. Mit diesen Maßnahmen sinkt die Gefahr, dass sich ein Fuß- oder Nagelpilz einnistet, bereits deutlich.