Mut zur Hilfe: Warum Pflegeunterstützung kein Zeichen von Versagen ist

Wenn ein Mensch aus Ihrem Umfeld plötzlich pflegebedürftig ist, verändert sich auch Ihr Leben von heute auf morgen. Plötzlich steht die Frage im Raum, wer sich um alles kümmert, wer die Hygiene übernimmt und wie das neben Job und Freizeit überhaupt möglich ist. Findet sich keine Lösung, steht das Pflegeheim irgendwann auf der Liste möglicher Optionen. Bei den Betroffenen eine schlimme Vorstellung, für Sie als Angehörige aber auch. Dabei müssen Sie sich nicht schämen, wenn Sie die Pflege nicht alleine leisten können und das Pflegeheim ist auch nicht die letzte Option.

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Eine Frau kümmert sich um einen älteren Mann© Unsplash.com/©ageing_better

24-Stunden-Pflege statt Pflegeheim als beliebte Alternative

Viele Familien wünschen sich, dass die Eltern oder der Partner so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können. Die vertraute Umgebung bietet Sicherheit und Geborgenheit, die ein Heim oft nicht in diesem Maße leisten kann.

Wer beispielsweise im größten Bundesland Deutschlands lebt, kann mit der 24 Stunden Pflege Bayern als Heimat behalten und wird unterstützt. Dabei zieht eine Betreuungskraft mit in den Haushalt ein und unterstützt im Alltag, bei der Körperpflege und im Haushalt. Diese Form der Unterstützung ermöglicht ein würdevolles Altern daheim, während gleichzeitig immer jemand vor Ort ist, der im Notfall eingreifen kann. 

Es ist ein Kompromiss, der den Wunsch nach Verbleib in der Wohnung erfüllt und Ihnen gleichzeitig die Gewissheit gibt, dass Ihr geliebter Mensch gut versorgt ist.

Pflege von Angehörigen ist keine Pflicht 

Oft lastet ein enormer gesellschaftlicher Druck auf den Schultern der Kinder oder Partner. Man hat das Gefühl, man müsse alles selbst schaffen, weil man es der Person schuldig sei. 

Klar ist aber auch: Die Pflege von Angehörigen ist keine Pflicht, die Sie bis zur Selbstaufgabe erfüllen müssen. Es ist kein Zeichen von mangelnder Liebe, wenn Sie sagen, dass Sie diese schwere Aufgabe nicht übernehmen können oder wollen. Jeder Mensch hat andere Belastungsgrenzen und Lebensumstände, die respektiert werden müssen. 

Wenn Sie Ihre eigene Gesundheit ruinieren, ist am Ende niemandem geholfen. Sich Hilfe zu suchen, ist ein Akt der Vernunft und sogar ein Zeichen von Fürsorge gegenüber sich selbst und dem Pflegebedürftigen.

Pflege abzugeben heißt nicht Verlust 

Ein großer Irrtum ist der Gedanke, dass man die Verbindung zu dem Menschen verliert, sobald man die Pflegeverantwortung abgibt. Das Gegenteil ist oft der Fall. Wenn die anstrengenden Aufgaben wie das Waschen, das Anziehen oder die nächtliche Überwachung von Profis übernommen werden, bleibt Ihnen wieder Raum für die Rolle als Sohn, Tochter oder Ehepartner. 

Sie können die schönen Dinge gemeinsam erleben, ohne dass der Stress des Pflegealltags jedes Gespräch überschattet. Sie lieben den Menschen ja trotzdem, vielleicht sogar wieder freier, weil Sie nicht mehr nur als Pflegekraft fungieren. Die gemeinsame Zeit gewinnt an Qualität, da Sie sich wieder auf das Zwischenmenschliche konzentrieren können.

Durch professionelle Pflege finden Sie Entlastung

Die Entscheidung für professionelle Hilfe, wie etwa eine 24-Stunden-Betreuung, schenkt Ihnen Ihre Freiheit und Ihren Schlaf zurück. Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie wieder Ihrem Beruf nachgehen oder Zeit für Ihre eigenen Kinder und Hobbys finden. 

Die Entlastung sorgt dafür, dass Sie mit frischer Energie zu Besuch kommen und die Besuche nicht als Belastung empfinden. Fachkräfte bringen zudem das nötige Wissen mit, um medizinische oder pflegerische Probleme professionell zu lösen. Dieser Weg ist oft der einzige, um das Familiengefüge stabil zu halten und einen Burnout der pflegenden Angehörigen zu verhindern. Mut zur Hilfe bedeutet, die Lebensqualität für alle Beteiligten zu sichern.