
Die 4 wichtigsten Nebenwirkungen bei hohem Spargel-Konsum
1. Spargel kann Verdauungsprobleme verursachen
Spargel enthält viele wertvolle Ballaststoffe wie das Präbiotikum Inulin. Diese sind zwar hervorragend für eine gesunde Darmflora, können einen empfindlichen oder untrainierten Magen-Darm-Trakt bei übermäßigem Verzehr jedoch schnell überfordern. Die Quittung am Tag danach: Unangenehme Blähungen, ein starkes Völlegefühl, Bauchgrommeln oder sogar leichte Magenkrämpfe.
2. Gichtanfall durch Spargel
In Spargel stecken außerdem sogenannte Purine – organische Verbindungen, die im Körper zu Harnsäure abgebaut werden. Normalerweise verarbeitet unser Körper die entstehende Harnsäure problemlos und scheidet sie über die Nieren und den Urin aus. Doch bei einem extremen Spargelkonsum kann die Menge an Harnsäure im Körper schnell ansteigen. Die Folge: Überschüssige Harnsäurekristalle lagern sich in den Gelenken ab (insbesondere in den Finger- und Zehengelenken). Dort verursachen sie starke Schmerzen, Rötungen und Schwellungen – ein klassischer Gichtanfall.
Tipp unserer Redaktion: Menschen mit Gicht oder einer bekannten Neigung dazu sollten ihren Spargelkonsum bewusst begrenzen und im Zweifelsfall mit ihrem Arzt Rücksprache halten.
3. Vorsicht bei Nierensteinen
Weiterhin sollten Menschen aufpassen, die anfällig für Nierensteine sind. Spargel enthält neben seinen gesunden Stoffen auch Oxalate. Bei einem übermäßigen Verzehr können diese im Urin mit Kalzium kristallisieren und so zur Bildung von schmerzhaften Nierensteinen beitragen. Wer in der Vergangenheit bereits mit Nierensteinen zu tun hatte, sollte den Spargelkonsum unbedingt mit dem behandelnden Arzt abstimmen.
Empfehlung: Spargel in Maßen genießen und parallel immer extrem viel Wasser trinken!
4. Starke harntreibende Wirkung
Spargel wirkt durch die Aminosäure Asparagin extrem harntreibend und sorgt für eine verstärkte Entwässerung des Gewebes. Was bei Wassereinlagerungen ein Segen ist, kann für Menschen mit Bluthochdruck oder Herzproblemen, die bereits medikamentöse Entwässerungsmittel (Diuretika) einnehmen müssen, kritisch werden. Es droht ein zu starker Flüssigkeits- und Elektrolytverlust.
Tipp: Halten Sie Ihren Wasserhaushalt im Auge, trinken Sie zu jeder Portion ein großes Glas stilles Wasser und holen Sie bei Bedarf ärztlichen Rat ein.
Was macht Spargel mit dem Urin?
Wieso riecht der Urin nach Spargel – und warum trifft es nicht alle gleichermaßen? Verantwortlich für den charakteristischen Duft ist die Asparagusinsäure, eine im Gemüse reichlich enthaltene Substanz. Beim Abbau dieser Säure im Körper entstehen schwefelhaltige Verbindungen, die gasförmig über den Urin ausgeschieden werden. Jedoch gilt: Der Geruch ist völlig harmlos und verschwindet meist innerhalb von 24 Hours. Kein Grund zur Sorge!
Doch nicht jeder Mensch besitzt das genetische Enzym, um diese schwefelhaltigen Verbindungen überhaupt so zu spalten, dass sie riechen. Gleichzeitig besitzt auch nicht jeder die passenden Geruchsrezeptoren, um den Duft überhaupt wahrzunehmen. Genetische Unterschiede sind also der Grund, warum manche Menschen nach dem Spargelgenuss auf der Toilette einen strengen Geruch wahrnehmen und andere absolut gar nichts riechen. Interessanterweise ist der Geruch nach dem Verzehr von weißem Spargel meist intensiver als nach grünem oder violettem, da weißer Spargel eine etwas höhere Konzentration an Asparagusinsäure aufweist.
Wie viel Spargel ist gesund?
Ernährungsexperten empfehlen, nicht mehr als 500 Gramm Spargel pro Tag zu essen. Diese Menge gilt als Richtwert für gesunde Erwachsene.
Während eine klassische Restaurant- oder Hauptmahlzeiten-Portion meist zwischen 300 und 500 Gramm wiegt, liefern bereits kleinere Beilagen-Portionen von 100 bis 200 Gramm jede Menge wertvolle Vitamine wie Vitamin K und C, sowie lebenswichtige Mineralstoffe wie Folsäure und Kalium. Spargel enthält zudem starke Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken können. Insgesamt ist das Gemüse in moderaten Mengen ein absoluter Segen für die Gesundheit!


