Kürbis-Saison in Deutschland

Hokkaido, Butternut, Muskatkürbis: Der Saisonkalender zeigt, wann welche Sorte reif ist und wie sie am besten schmeckt.

Kürbisse sind eigentlich Beeren sind.© iStock/Thomas Demarczyk

Der Wochenmarktstand quillt über vor orangefarbenen, beigen und grünlichen Kugeln, und man steht davor und fragt sich: Welcher Kürbis ist gerade richtig gut, und welcher liegt nur zur Deko herum?

Die Kürbiszeit beginnt im August und zieht sich bis in den Winter. Ihren Höhepunkt erreicht sie im September und Oktober, bevor der erste Frost Mitte November das Ende einläutet. Wer weiß, welche Sorte wann ihr Aroma entfaltet, kauft nicht nur bewusster, sondern auch geschmackvoller ein.

Der Saisonkalender für die drei beliebtesten Sorten

Die drei Publikumslieblinge Hokkaido, Butternut und Muskatkürbis haben nicht exakt dieselbe Erntezeit. Im September ist Erntezeit für Hokkaido- und Muskatkürbis, ab Mitte September folgt dann der Butternuss-Kürbis. Die gesamte Erntezeit für Kürbis in Deutschland reicht von Ende August bis November, dank guter Lagerfähigkeit bleibt er aber bis ins Frühjahr erhältlich.

Beim Hokkaido endet die Saison auf deutschen Anbauflächen bereits im November, danach handelt es sich um Lagerware. Der Butternut zieht saisonal nach, bleibt als Winterkürbis aber weit über die eigentliche Erntezeit hinaus im Handel.

Der Hokkaido stammt ursprünglich aus Japan, hat festes Fruchtfleisch und eine dünne Schale, die problemlos mitgegessen werden kann. Der Butternut zählt zu den Moschuskürbissen, erkennbar an der Birnenform und dem buttrig-nussigen Geschmack. Der Muskatkürbis ist flachrund, hat beige oder grüne Schale mit orangefarbenem Fruchtfleisch und eignet sich besonders für Suppen, Chutneys und zum Backen.

Sieben Tipps für den Kürbiskauf und die Küche

  1. Klopfprobe machen: Klingt der Kürbis beim Klopfen hohl, ist er ausgereift.

  2. Stiel prüfen: Ein harter, verholzter Stiel spricht für Reife, ein weicher für Unreife.

  3. Schale kontrollieren: Nur unbeschädigte Exemplare ohne Druckstellen kaufen.

  4. Größe beachten: Kleinere Kürbisse haben festeres Fruchtfleisch und weniger Fasern.

  5. Sortentypisch zubereiten: Hokkaido eignet sich für Suppe, Ofengemüse und gefüllte Varianten, Muskatkürbis für Suppe und Pfannengemüse mit Curry, Butternut für Pfannkuchen, Konfitüre und Suppe.

  6. Schale mitverwenden: Beim Hokkaido muss die Schale nicht abgeschält werden, das spart Zeit.

  7. Richtig lagern: Bei Zimmertemperatur ein bis zwei Wochen lagern, bis die Schale dicker wird, dann bei 10 bis 13 Grad mindestens drei Monate aufbewahren.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische oder fachliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

Häufige Fragen

Wann genau hat Kürbis Saison in Deutschland?

Die Kürbiszeit beginnt im August und dauert bis in den Winter hinein. Der Höhepunkt der Saison liegt im September und Oktober, sie endet meist mit dem ersten Frost Mitte November.

Welcher Kürbis reift zuerst: Hokkaido, Butternut oder Muskatkürbis?

Hokkaido und Muskatkürbis werden im September geerntet, der Butternut folgt Mitte September. Alle drei bleiben dank guter Lagerfähigkeit deutlich über die eigentliche Erntezeit hinaus erhältlich.

Wie erkenne ich einen reifen Kürbis beim Einkauf?

Ein reifer Kürbis klingt beim Klopfen hohl. Zusätzlich sollten Stiel hart und verholzt sein sowie die Schale unbeschädigt.

Kann man Kürbis roh essen?

Hokkaido, Butternut und Muskatkürbis lassen sich roh verzehren, überzeugen dabei aber geschmacklich kaum und wirken hart. Riesenkürbis sollte wegen schwerer Verdaulichkeit generell nicht roh gegessen werden.

Quellen
  1. Kürbis-Saison: Wann beginnt die Kürbiszeit? - ÖKO-TEST
  2. Kürbis – Sorten, Lagerung & Rezepte | tegut...
  3. Herbstzeit ist Kürbiszeit - Ernährung - VerbraucherService Bayern
  4. Kürbis-Saison: Jetzt ist Kürbiszeit | Gaumenfreundin