Yoga bei Hitze: Diese 3 sanften Übungen sorgen für sofortige Abkühlung

Wenn das Thermometer steigt, streikt der Kreislauf beim Sport schnell. Statt schweißtreibendem Training ist jetzt sanfte Bewegung gefragt, die den Körper von innen heraus kühlt. Bestimmte Yoga-Übungen und Atemtechniken aktivieren gezielt unser Nervensystem (den Parasympathikus), senken die Herzfrequenz und regulieren die Thermoregulation – ganz ohne Schwitzen. Schnappen Sie sich Ihre Matte: Diese 3 Übungen wirken heute wie eine sanfte Klimaanlage für den Körper.

Frau in Yogapose im Sommer© Unsplash/Jared Rice
Welche Übungen helfen gegen Sommerhitze?

Tiefe, kühlende Atmung mit Yoga

Wenn die Sommerhitze die Stadt fest im Griff hat, geraten selbst alltägliche Bewegungen zur Belastungsprobe. Wer jetzt versucht, sein gewohntes, intensives Fitness-Programm oder die gewohnte Joggingrunde durchzuziehen, merkt schnell: Der Kreislauf streikt, und der Körper schaltet auf Überlastung. Doch den ganzen Tag nur träge vor dem Ventilator zu sitzen, ist für viele auch keine Option.

Die perfekte und vor allem gesündeste Alternative für heiße Tage kommt aus dem Yoga. Doch Vorsicht: Schweißtreibende Vinyasa-Flows oder Hot Yoga sind jetzt tabu. Gefragt ist vielmehr eine gezielte, sanfte Praxis, die sich die körpereigene Biologie zunutze macht.

Bestimmte Asanas (Körperhaltungen) und Pranayamas (Atemtechniken) besitzen nämlich die faszinierende Fähigkeit, unser Nervensystem – genauer gesagt den Parasympathikus – anzusprechen. Sie signalisieren dem Gehirn: „Entspannung einleiten, Herzfrequenz senken!“ Die Blutgefäße weiten sich, und die innere Thermoregulation wird sanft hochgefahren, ohne dass wir dabei ins Schwitzen geraten. So wirkt die Yogamatte im kühlen Schatten wie eine sanfte Klimaanlage von innen heraus.

Schnappen Sie sich also Ihre Matte und probieren Sie diese drei einfachen, kühlenden Übungen aus, die Ihren Körper heute sofort herunterfahren und Ihnen neue Energie schenken.

3 abkühlende Yoga-Übungen

1. Unterstützter Schulterstand (Viparita Karani)

So geht’s:

  • Die Ausgangsposition ist die gerade Rückenlage.

  • Ihre Beine sind angewinkelt, die Arme längs am Körper ausgestreckt.

  • Heben Sie das Becken vom Boden. Ihre Schultern und Füße stemmen sich in den Boden.

  • Legen Sie Schaumstoffkissen, eine Faszienrolle oder eine zusammengerollte Yogamatte unter Ihr Gesäß.

  • Ihr Brustbein ist gehoben, die Wirbelsäule im leichten Hohlkreuz.

  • Strecken Sie nun ein Bein nach dem anderen senkrecht in die Luft.

  • Sind beide Beine senkrecht gestreckt, lastet deren Gewicht über Ihr abgestütztes Becken auf den Schaumstoffkissen.

Sie können die Übung auch an einer Wand ausführen. Dabei werden Gesäß und senkrecht nach oben gestreckte Beine von der Wand unterstützt. Vorteil: Der Kontakt zur kühlen Wand und Boden sorgt für frische Abkühlung.

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2. Krokodil-Übung

So geht’s:

  • Sie liegen gerade in Rückenlage auf dem Boden.

  • Ihre Beine sind angewinkelt, die Arme seitlich auf Schulterhöhe ausgestreckt.

  • Lassen Sie nun beide angewinkelten Beine nach rechts fallen. Die Beine bleiben dabei in städnigem Kontakt zueinander. Ihre Hüfte dreht sich automatisch mit.

  • Richten Sie Ihren Blick in die entgegengesetzte Richtung.

  • Atmen Sie beim Drehen der Beine aus. Wenn Sie die Beine wieder aufrichte, atmen Sie tief ein.

  • Lassen Sie die Beine nun in die andere Richtung fallen.

Bei der Übung wird die Brust weit geöffnet, das tiefe Einatmen hat einen kühlenden Effekt auf die Lunge. Gleichzeit sorgt auch der Bodenkontakt für entspannte Kühlung.

3. Stehende Vorwärtsbeuge (Uttanasana)

So geht’s:

  • Sie stehen aufrecht.

  • Beugen Sie den Oberkörper mit einer langsamen, rollenden Bewegung nach vorn.

  • Ihre Knie sind komplett durchgedrückt oder leicht gebeugt, je nachdem, wie flexibel und dehnbar Sie sind.

  • Lassen Sie Ihren Oberkörper voll aushängen.

  • Ihre Arme hängen zum Boden. Stützen Sie sich mit den Handflächen ab.

  • Halten Sie die Position einige tiefe Atemzüge lang, bevor Sie sich wieder langsam rollend aufrichten.