Sport in den Alltag einbauen Schwungvoll in den Frühling starten!

Bewegung ist der Schlüssel zur Gesundheit – ein Leben lang. Regelmäßiges Ausdauertraining hält die Gefäße elastisch und bremst den Entzündungs- und Alterungsprozess im Körper. Also legen Sie los!

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Bewegen für die Gesundheit

Wenn im Frühling die ersten warmen Sonnenstrahlen unsere Nase kitzeln, bekommen wir Lust, uns draußen zu bewegen und wieder Sport zu treiben. „Das ist besonders für Patienten mit Herzschwäche wichtig“, betont der Kardiologe Prof. Martin Halle, Ärztlicher Direktor für Präventiv- und Sportmedizin an der TU München. „Unser Lebensstil in der westlichen Welt mit Inaktivität, zu viel Essen und Übergewicht führt dazu, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt, wie zum Beispiel Herzschwäche. Betroffen sind vor allem Frauen. Die Folge: erhöhter Blutdruck, Diabetes und Cholesterinstoffwechselstörung. All das kann durch einen aktiven Lebensstil vermieden werden.

Krankenkassen unterstützen Aktivität

Eine gute Fitness kann bereits die Entstehung von Krankheiten verhindern und bei bestehenden Erkrankungen die Symptome lindern. „Wer körperlich aktiv ist, altert gesünder“, so Prof. Halle weiter. 
Früher sollten sich Menschen mit Herzinsuffizienz schonen. Heute ist bekannt, dass sie neben ihrer medikamentösen Therapie, wie zum Beispiel mit den Wirkstoffen Sacubitril und Valsartan, viel Bewegung brauchen, um die Pumpfunktion ihres Herzens zu verbessern. Dabei helfen die Krankenkassen. Sie fördern Präventivmaßnahmen, die sogenannten Zivilisationskrankheiten vorbeugen. Das gilt auch für Kurse, die der Gesundheit dienen und sich mit Bewegung, Entspannung oder Ernährung beschäftigen. Wer einen Zuschuss von der Krankenkasse bekommen möchte, sollte sich vorher die Notwendigkeit von einem Arzt bescheinigen lassen. 

Zügige Spaziergänge allein reichen nicht

Für eine hohe Effektivität ist beim Training ist einiges zu beachten: Am besten stimmen Sie Sportart, Intensität und Wiederholungen mit einem Sportmediziner oder Physiotherapeuten ab. Patienten mit Herzschwäche sollten dies auf jeden Fall tun. Denn nur, wer eine gewisse Leistungsgrenze erreicht und sich kontrolliert steigert, tut seinem Herz-Kreislauf-System Gutes. 
Prof. Halle empfiehlt eine Kombination aus Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining. „Durch Krafttraining stärken Sie die großen Muskelgruppen und die Rumpfmuskulatur“, erklärt er. „Damit beugen Sie haltungsbedingten Überlastungen, Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen vor. Die Koordination ist wichtig, um das Gleichgewicht zu trainieren und Stürzen vorzubeugen.“ 

Regelmäßiges Training zahlt sich aus

Führen Sie lieber kürzere Einheiten von anfangs täglich zweimal 10 Minuten durch, dafür aber regelmäßig. Hier gilt Kontinuität vor Leistung. Danach können Sie sich steigern. Zu Beginn möglichst unter professioneller Aufsicht. Dann profitiert Ihr Herz-Kreislauf-System auf jeden Fall. 
Folgende Sportarten sind bei Herzschwäche geeignet: Nordic Walking, Fahrradfahren, Yoga, Pilates, Tanzen und Thai Chi. Außerdem Training im Fitnessstudio an Großgeräten. Anfänger sollten mit leichten Gewichten starten.