30. Mai 2018
Naturmaterialien in Funktionskleidung

Konsum fürs Karma

In Funktionskleidung fühlt sich Sport einfach besser an. Doch der Nachteil: Bei jedem Waschen gerät feinster Abrieb als Mikroplastik ins Abwasser. Die Lösung: Noch mehr recyceln und - wo es geht - auf Naturmaterialien ausweichen. Wir verraten euch mehr dazu!

Frau joggt am Strand.
© seasons.agency / Jalag / Flint, Peter
Frau joggt am Strand.

Nachhaltige Mode

Nachhaltigkeit ist gefragter denn je. Vor allem im Bereich Fashion ist die grüne Mode, auch bekannt unter Ökomode, ein Must-Have. Was bedeutet es, wenn man von nachhaltiger Mode spricht und welche Stoffe sind erlaubt? Wir haben es herausgefunden und klären euch darüber auf!

Was bedeutet "nachhaltige Mode"?

Die Begrifflichkeit "nachhaltige Mode" steht für die Verwendung von nachhaltigen Stoffen, die zu fairen Produktionsbedingungen hergestellt werden. Bei der Herstellung der Mode werden die sozialen Aspekte berücksichtigt. Doch die grüne Mode bedeutet mehr als das, sie steht auch für den "Grünen Lifestyle", also für den bedachten Lebensstil in vielerlei Hinsichten, um vor allem umweltschonender und bewusster zu leben.

Unternehmen, die Mode aus ökologischen Materialien herstellen, arbeiten häufig mit Wollmanufakturen zusammen, die natürliche Verfahren verwenden, vermeiden unnötige Transportvorgänge und verzichten beim Anbau und der Verarbeitung auf schädliche Chemikalien. Sie setzen stattdessen auf die mechanischen Verfahren und darauf, dass der Ressourenverbrauch von Energie, Wasser und co. so gering wie möglich gehalten wird.

Die Firmen, die mit Naturmaterialien arbeiten, sagen, dass sie faire Löhne zahlen und angemessene Arbeitszeiten und einen ausreichenden Arbeitsschutz vor allem hinsichtlich der Maschinen und Giftstoffen gegenüber den Mitarbeiter gewährleisten. Hierbei geht es den Firmen u.a. um das Verbot von Zwangsarbeit, der Abschaffung von Kinderarbeit, die soziale Absicherung und die Vermeidung von Unglücken wie 2013 das von Rana Plaza, als eine Bekleidungsfabrik in Dhaka (Bangladesch) einstürzte und tausende Arbeiter tötete.

Welche Stoffe zählen dazu?

Die Kleidung wird aus recycelten und ökologischen Naturmaterialien hergestellt, vorangig aus Bio- und recycelter Baumwolle. Aber auch "Tencel", eine Faser aus Holz, Rizinusöl, Milch und Kapok-Fasern helfen bei der biologisch abbaubaren Produzierung von Mode.

Einige Designer gehen mit bestem Beispiel voran, sie verwenden inzwischen sogar entsorgte CDs, gewaltfreie Seide, die erst geerntet wurde, nachdem die Raupen sie verließen, aber auch gesammelte Muscheln.

Weitere Stoffe findet ihr auf den nachfolgenden Seiten.

Was können wir als Konsumenten machen?

Als Konsument ist es wichtig, dass die verschiedensten Dinge, die aus Naturmaterialien hergestellt werden, gekauft werden und somit die Umwelt nicht weiter unnötig belastet wird. Jeglicher Plastikmüll sollte beispielsweise vermieden werden, sei es Plastikgeschirr, -besteck, -tüten oder Kleidung, die zu einem hohen Anteil aus Kunststoff besteht. Der Plastikanteil sollte gesenkt werden, damit Meere auf dieser Welt nicht weiter verschmutzen, Tiere nicht weiter sterben und der prozentuale Anteil an Plastikmüll verringert wird. Die Menschen sollten bedachter durchs Leben gehen und an die Umwelt denken.

In diesem Hoodie seid ihr zu jeder Jahreszeit gut aufgehoben.
© Engel Sports
In diesem Hoodie seid ihr zu jeder Jahreszeit gut aufgehoben.

Merino-Seide-Mix

Gleicht wechselnde Temperaturen besser aus als Synthetik: bei Wärme luftig, bei Kälte wärmend. Der Damen-Hoodie verhindert Schweißgeruch.

Diese Yoga-Shorts besteht aus Bio-Baumwolle.
© Mandala
Diese Yoga-Shorts besteht aus Bio-Baumwolle.

Bio-Baumwolle

Ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger angebaut, bei viel geringerem Wasserverbrauch als die herkömmliche Baumwolle. Diese Yoga-Shorts wurde u.a. aus dem Naturmaterial hergestellt.

Mit diesem Neoprenanzug verzichtet ihr auf das herkömmliche, schädliche Material.
© Patagonia
Mit diesem Neoprenanzug verzichtet ihr auf das herkömmliche, schädliche Material.

Neopren-Alternative

Naturkautschuk ersetzt das auf extrem giftige Weise hergestellte Gummimaterial auf Erdölbasis. Das Futter vom Spring Suit ist aus Recycling-Polyester.

Diese Kapuzenjacke ist zu 100 Prozent recycelt.
© Picture
Diese Kapuzenjacke ist zu 100 Prozent recycelt.

Verwertete PET-Flaschen

Polartec-Fleece: Das besonders leichte Material wärmt, trocknet schnell und lässt Luft durch - und ist zu 100 Prozent recycelt.

Dieser Bikini macht bei jeder Sportart eine tolle Figur.
© Inaska
Dieser Bikini macht bei jeder Sportart eine tolle Figur.

Recycelte Fischernetze

Am Strand eine gute Figur machen - und gleichzeitig helfen, den Plastikmüllberg abzubauen. Das gelingt euch am besten mit diesem Sport-Bikini.

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