
Die Fitness-Branche bietet dafür ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Sie können direkt mit Kunden arbeiten, Kurse leiten oder sich ein digitales Angebot aufbauen. Nicht jeder Weg verlangt dabei gleich den kompletten Sprung in die Selbstständigkeit. Wir stellen Ihnen fünf Möglichkeiten vor.
1. Als Personal Trainer Kunden individuell betreuen
Beim Personal Training arbeiten Sie direkt mit einzelnen Kunden oder kleinen Gruppen. Sie planen Trainingseinheiten, zeigen Übungen für den Muskelaufbau und achten darauf, dass Bewegungen richtig ausgeführt werden.
Bevor Sie dafür Geld verlangen, brauchen Sie allerdings entsprechendes Fachwissen. Die Fitnesstrainer B Lizenz vermittelt dafür die Grundlagen rund um Trainingslehre, Anatomie und die Planung des Trainings. Sie kann den Einstieg in die Arbeit als Trainer ermöglichen und lässt sich später durch weitere Qualifikationen ergänzen.
Personal Training ist sowohl selbstständig als auch im Rahmen einer Beschäftigung möglich. Gerade am Anfang kann die Arbeit in einem Studio interessant sein, um praktische Erfahrung zu sammeln.
2. Fitnesskurse im Studio oder Verein geben
Sie arbeiten lieber mit mehreren Menschen gleichzeitig? Dann könnten Gruppenkurse besser zu Ihnen passen. Das Angebot reicht von klassischen Fitnessstunden bis zu Kursen mit bestimmten Trainingsschwerpunkten. Die Bundesagentur für Arbeit zählt das Anleiten von Einzelpersonen und Gruppen ebenso zum Tätigkeitsfeld von Fitnesstrainern wie das Erstellen von Trainingsplänen und die Durchführung von Fitnesskursen.
Je nach Arbeitgeber und Kurs können zusätzliche Qualifikationen verlangt werden. Bevor Sie sich bewerben, sollten Sie deshalb prüfen, welche Nachweise für das jeweilige Angebot erforderlich sind.
3. Online-Coaching anbieten
Die Fitnessszene ist mittlerweile auch digital sehr aktiv und viele Menschen wünschen sich ein digitales Angebot mit echten Menschen. Das erweitert den möglichen Kundenkreis erheblich. Gleichzeitig braucht ein gutes Online-Angebot mehr als eine Videokonferenz pro Woche. Kunden müssen wissen, was sie bis zum nächsten Termin tun sollen und wie sie bei Fragen Unterstützung bekommen. Interessant kann auch eine Kombination sein! Einige Termine finden persönlich statt, andere digital. So müssen weder Trainer noch Kunde für jedes Gespräch am selben Ort sein.
4. Mit Fitness-Content auf Social Media Geld verdienen
Instagram, YouTube und TikTok haben Fitness zu einem riesigen Content-Thema gemacht. Mit einer ausreichend großen oder besonders engagierten Community können Kooperationen, Werbung und Affiliate-Links Einnahmen bringen.
Ein schneller Weg zum Geld ist das allerdings nicht. Reichweite muss erst aufgebaut werden und Unternehmen bezahlen nicht automatisch jeden Account mit einigen Trainingsvideos.
Außerdem wird aus dem Hobby spätestens bei regelmäßigen Werbeeinnahmen ein geschäftliches Thema. Das Existenzgründungsportal des Bundes weist darauf hin, dass Influencer und Blogger in Deutschland in der Regel als Gewerbetreibende eingestuft werden.
5. Eigene digitale Fitnessangebote entwickeln
Wenn Sie bereits Erfahrung und Fachwissen gesammelt haben, können eigene digitale Produkte eine weitere Einnahmequelle sein. Denkbar sind beispielsweise Trainingsprogramme, Videokurse oder kostenpflichtige Mitgliederbereiche.
Der Vorteil liegt darin, dass Sie nicht jede Arbeitsstunde einzeln verkaufen müssen. Ein einmal erstellter Kurs kann mehrfach gebucht werden. Ganz ohne weitere Arbeit funktioniert dieses Modell trotzdem nicht. Inhalte müssen produziert, Kunden gewonnen und bestehende Angebote gepflegt werden.
Welche Variante zu Ihnen passt, hängt deshalb auch davon ab, was Ihnen am Fitnessbereich besonders gefällt. Möchten Sie Menschen unmittelbar beim Training begleiten, liegen Personal Training und Kurse nahe. Arbeiten Sie dagegen gern vor der Kamera oder entwickeln eigene Konzepte, bieten digitale Wege deutlich mehr Spielraum.