Info: Was macht den Reiz bei Spielautomaten aus?

Wer schon einmal an einem Glücksspiel teilgenommen hat, kennt den Reiz und die Glücksgefühle, die mit dem Spiel und einem Gewinn einhergehen. Spielautomaten stellen dabei keine Ausnahme dar – im Gegenteil, denn die maximal möglichen Gewinne können hier schon einmal eine Million Euro und mehr betragen. Grund genug für viele Spieler, regelmäßig zu zocken. Im Internet ist dies durch die Entwicklung der Branche leichter denn je. 

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Schon Ende des 19. Jahrhunderts gab es Spielautomaten

 
Spielautomaten, die auch Slot Games genannt werden, besitzen schon eine jahrzehntelange Tradition. Um herauszufinden, was genau an ihnen so reizend ist, ist es hilfreich, einen Blick auf die Geschichte der Spielautomaten zu werfen. Der 1. Pokerautomat erblickte schon anno 1987 das Licht der Welt, während nur vier Jahre später der erste Automat mit automatischer Auszahlung folgte. Nachdem in den folgenden Jahrzehnten diverse Upgrades mit neuen Funktionen lanciert worden waren, folgte 1976 schließlich der erste Video Slot. Heute findet man die Automaten nicht nur in vielen Kneipen, Casinos und Spielhallen, sondern auch in Online-Casinos. Doch wie kommt man eigentlich dazu, an einem Automaten zu zocken?
 
  1. Der erste Kontakt mit Glücksspiel erfolgt oft durch Freunde, die derartige Interessen haben
  2. Manchmal entwickelt man selbst auch eine Faszination für das Glücksspiel und die damit einhergehende Möglichkeit, durch ein Spiel, das Spaß macht, Geld zu verdienen
 
Viele Personen, die regelmäßig spielen, können selbst den Reiz am Spiel gar nicht so genau definieren. Unspezifisch antworten diese dann, dass es ihnen Spaß macht. Beschäftigt man sich jedoch tiefergehender mit Glücksspiel und seinem Reiz, so wird klar, dass dem Ganzen jede Menge biochemische Prozesse innewohnen, die im Gehirn der Spieler ablaufen. Mit anderen Worten: Die Psyche beeinflusst den Spieler und das Spiel beeinflusst wiederum die Psyche.
 

Wunsch nach Nervenkitzel bringt Personen zum Spielen

 
Auf biochemischer Ebene kann man den Reiz der Spielautomaten vor allem dadurch erklären, dass mit dem Bespielen von Slots ein gewisser Nervenkitzel und Spannung einhergeht. Setzt sich der Spieler an den Automaten, so hat dieser zunächst die Motivation, Geld zu gewinnen. Nimmt das Spiel an Fahrt auf, kommt es immer wieder einmal zur Ausschüttung von Adrenalin im menschlichen Organismus. Das Hormon des Nebennierenmarks ist gemeinhin als Stresshormon bekannt. Nach dessen Ausschüttung gelangt es schnell ins Blut und erfüllt dort evolutionsbedingt die Intention, dem Körper schnell energetische Reserven zur Verfügung zu stellen. Dieser Adrenalin-Ausstoß kann zu einer Art Sucht werden, der hervorgerufene Rauschzustand dagegen zu einer notwendigen Gewohnheit. Entspannung und eine Aktivierung des Parasympathikus' tritt beim Bespielen von Automaten vor allem in den folgenden Situationen ein:
 
  1. Die Spielrunde ist zu Ende
  2. Es wurde ein hoher Gewinn erzielt
  3. Der Automat wird verlassen
 
Zusammenfassend könnte man also sagen, dass vor allem Personen dem Reiz der Spielautomaten erliegen, die Spaß am Spiel haben, durch das Spiel Geld gewinnen wollen und den Adrenalinrausch mit nachfolgender Entspannungsphase als angenehmen Wechselzustand wahrnehmen.
 

Glücksgefühle und potenzieller Reichtum binden Spieler

 
Am größten sind die Glücksgefühle beim Spiel an Automaten natürlich dann, wenn ein großer Gewinn erzielt wird. Dann folgt auf hormoneller Ebene gleich eine ganze Kaskade von Vorgängen im menschlichen Körper. Glückshormone gibt es dabei nicht nur eines, sondern insgesamt sechs Stück:
 
  1. Serotonin
  2. Dopamin
  3. Noradrenalin
  4. Endorphine
  5. Phenethylamin
  6. Oxytocin
 
Die Endorphine sind in weiten Teilen der Bevölkerung als Glückshormon am bekanntesten, obwohl sie im Körper primär als eigens produziertes Schmerzmittel fungieren. Andererseits erfolgt eine vermehrte Ausschüttung auch dann, wenn intensive sportliche Aktivitäten aufgenommen werden. Dopamin hingegen ist ein wichtiger Botenstoff, der dafür sorgt, dass die Glücksempfindungen überhaupt zustande kommen können. Kombiniert mit Serotonin und Adrenalin bewirkt die Ausschüttung, dass sich der Spieler lebendig und vital zugleich fühlt. Zusammenfassend kann man erkennen, dass hinter dem bloßen „Spaß“ beim Glücksspiel an Automaten weitaus mehr steckt als das, was sich verbalisieren lässt. In manchen Fällen tritt außerdem der Umstand hinzu, dass mit Glücksspiel anders gelagerte Probleme und Sorgen kompensiert werden sollen. Dann werden die Automaten zu einer Art Wohlfühloase aus blinkenden Lichtern, angenehmer Atmosphäre und traumhafter Anmutung, die dem Spieler eine Ausblendung der Realität erlauben.