Workout Joggen macht kreativ

Wer sich bewegt, kommt voran – auch im Job. Neue Studien zeigen: Für Erfolg im Beruf ist ein sportlicher Auftritt wichtiger denn je.

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Joggen macht kreativ

„Sport wird künftig mehr und mehr ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags sein“, so die brandneue „Body & Health“- Studie des Zukunftsinstituts. „Denn er steht für aktive Selbstverantwortung, Gesundheit, aber auch Leistungsfähigkeit.“ Bereits heute, so zeigt eine andere Umfrage desselben Instituts, sei es für 83 Prozent der Befragten ein wichtiges Bedürfnis, aktiv etwas für die eigene körperliche und geistige Fitness zu tun. Um sich wohlzufühlen und im Leben erfolgreich zu sein. Erfreulich: Auch immer mehr Arbeitgeber leisten hier „Entwicklungshilfe“, machen Sport zu einem Stück Firmenphilosophie. So hat zum Beispiel die Kölner Firma Bellicon, Hersteller von Mini-Trampolinen, als erstes deutsches Unternehmen kürzlich Sport während der Arbeitszeit eingeführt. Nicht nur als Gesundheitsvorsorge, sondern auch, um das kreative Potenzial der Mitarbeiter zu steigern. In Amerika gibt’s diesen Trend schon länger: Im kalifornischen Hauptsitz von Google können die Angestellten während der Arbeitszeit sogar Volleyball spielen oder im firmeneigenen Schwimmbad ihre Bahnen kraulen.

„Regelmäßiges Training schenkt uns nicht nur eine positive Ausstrahlung, es wirkt zudem ‚entmüllend’“, sagt Dr. Uwe Seebacher von der my-G Systemic Sports Academy, die kombinierte Fitness- und Mental-Trainingsprogramme u. a. für Firmen, deren Manager und Mitarbeiter entwickelt. „Durch die oft automatisierten Bewegungsabläufe – z. B. beim Joggen oder Schwimmen – schalten sportliche Menschen leichter ab, haben Zeit, Dinge zu verarbeiten. Viele beginnen in solchen Phasen kreativ zu werden, Ideen und Konzepte zu entwickeln oder sich auf Meetings vorzubereiten“, so Experte Seebacher.

„Sportler sind außerdem durch ihr Training daran gewöhnt, in einem höheren „Frequenzbereich“ zu agieren, was sie insgesamt belastbarer macht. Manche gehen dafür sogar bis an ihre Grenzen, brauchen anscheinend den Extremkick. So dokumentiert eine Studie im Rahmen des Dresdner Kleinwort-Frankfurt-Marathons 2008: Wer im Job zu den Erfolgreichsten gehöre, sei auch auf der 42-Kilometer- Strecke am schnellsten. So viel Puste für die Karriere? Fest steht für uns: Diesem Ehrgeiz müssen wir nicht hinterherhecheln, aber auf die sportliche Nachfrage im Bewerbungsgespräch sollten Sie bitte nie mit einem schlichten „Nein“ antworten. Auch Wandern im Urlaub, Radeln ins Büro oder die morgendliche Qigong-Runde sind Aktivitäten, die von Arbeitgebern sehr positiv bewertet werden. Also: Machen Sie sich fit für den Job!

 

Autor: Christina Schmidt