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Was für ein raffiniertes Kunstwerk unsere Haut doch ist: hauchzart, millimeterdünn und trotzdem so stark und robust, dass sie unseren ganzen Körper perfekt vor äußeren Stressoren wie UV-Strahlen, Kälte, Wind, Feuchtigkeit und Hitze schützt. Unermüdlich und rund um die Uhr arbeitet unsere Haut dafür an ihrem naturgegebenen Auftrag. In jeder Sekunde ersetzt sie unermüdlich ihre unzähligen Zellen. So werden Schäden am Erbgut ausgebessert oder zu stark geschädigte Zellen auszusortieren, damit falsche Kodierungen nicht weitergegeben werden. Sie regeneriert sich pausenlos, um rosig, abwehrstark und gesund zu bleiben, damit sie sich an veränderte Umweltbedingungen anpassen und Eindringlinge fernhalten kann.
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Die Haut befindet sich in einem permanenten Fließgleichgewicht, nichts ist statisch. Ständig wird abgebaut, aufgebaut und erneuert. Leider laufen diese Prozesse – je älter wir werden – langsamer und auch nicht mehr so perfekt ab, hier und da wird mal ein Baustein „vergessen“, dort ein Fehler „übersehen“. Strapazen unseres Lebensstils, Stress, UV-Strahlen und mangelnder Schlaf überfordern ihre Reparaturkräfte. Schließlich beginnt sich die Haut äußerlich erkennbar zu verändern: Nach und nach verliert sie ihre pralle Frische, Leuchtkraft und gleichmäßige Farbe. Dafür tauchen unregelmäßige Pigmentierungen auf, hier und da sind Rötungen erkennbar. Die Haut wirkt müder, fühlt sich trockener an, reagiert irritiert. Da sich die biologischen Vorgänge verändert haben, hat sie jetzt auch andere Bedürfnisse.

Tipps für die richtige Hautpflege
Diese Stoffe benötigt unsere Haut
Unsere Haut kann ihre Funktionen nur ausführen, wenn sie gut gepflegt ist. Ist sie zu trocken, entstehen zwischen den Hornschichten der Oberhaut kleine Risse. Hier können Schadstoffe aus der Umwelt und Dreck in die Schichten der Haut eindringen. So entstehen dann etwa Pickel, Entzündungen und Rötungen. Außerdem begünstigt trockene Haut die Entstehung von Trockenheitsfältchen, die sich mit der Zeit zu tiefen Falten entwickeln. Bei der regelmäßigen Pflege spielt Feuchtigkeit also eine elementare Rolle. Verwenden Sie mindestens einmal täglich eine Feuchtigkeits-Creme.
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Auch Fette braucht unsere Haut. Sie unterstützen die Schutzfunktion der Oberschicht der Haut und wehren Schadstoffe von außen ab. Gleichzeitig halten sie die Schichten elastisch und beugen Spannungesgefühlen vor. Nährstoffe wie Zink und Vitamine werden vor allem bei der Erneuerung der Hautzellen benötigt. Retinol ist für die Hauterneuerung enorm bedeutend. Es wird im Körper zu Vitamin A verstoffwechselt. Ohne Vitamin A können neue Hautzellen nicht gebildet werden.
Wirksame kosmetische Formeln liefern heute exakt jene Bausteine, die den natürlichen Vorgängen bzw. dem Bedarf der Hautzellen entsprechen: hautidentische Lipide, die sich in den Schutzmantel integrieren, und Antioxidantien, die Entzündungen hemmen. Doch der Bedarf an aktiven Wirk- und Pflegestoffen kann individuell verschieden sein. Fettige Haut hat etwa andere Bedürfnisse als Mischhaut. Außerdem: Überpflegen Sie Ihre Haut nicht. Zwar sollten Sie sie täglich reinigen und mit einer Tagescreme versorgen, aber wer täglich Dutzende Produkte einsetzt, kann die Haut schnell überfordern.

Diese Rolle spielt der Hauttyp bei der Pflege
Gene bestimmen den grundsätzlichen Hauttyp von jedem Menschen und die Veranlagung zu Hautproblemen. Die Bestandteile sind zwar bei allen Menschen gleich, aber die Menge und die Konzentration der jeweiligen Bausteine variieren. So erklärt sich u. a. auch die unterschiedliche Wirkung von kosmetischen Rezepturen auf „anscheinend“ gleiche Bedürfnisse. Warum die Creme, auf die Ihre Kollegin so gegen Fältchen schwört, bei Ihnen nur halb so gut wirkt, kann also natürliche biologische Gründe haben. Und auch, warum ein Produkt nach einiger Zeit der Anwendung kaum noch wirkt: Haut gewöhnt sich an die gelieferten Stoffe, sie baut sie in ihre biologischen Vorgänge ein.
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Hautpflege an Gegebenheiten anpassen
Etwa alle zwei, drei Monate ist es sinnvoll, die Pflege zu wechseln, empfehlen Experten. Denn natürlich ist unser Hautzustand (nicht zu verwechseln mit Hauttyp) nicht statisch, sondern verändert sich – durch Klimawechsel, Hormonveränderungen, Nahrungsumstellung etc. Deshalb ist es so klug, den aktuellen Zustand der Haut zu kennen, um ihr die optimale und verdiente Hilfe zu liefern.


