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Entspannung: Reise Im Meer der Sinne

Morgens ins türkisfarbene Wasser tauchen, mittags im grünen Hinterland tafeln, abends in einem historischen Städtchen das Abendrot anhimmeln: Willkommen in Kroatien, auf der Adria-Halbinsel Istrien!
Willkommen in Istrien auf Kroatien

Kulturell

Der Künstlerort Grožnjan
 
Leicht entrückt, blumengeschmückt und von labyrinthartiger Schönheit: So thront das Künstlerdorf Grožnjan auf einem Hügel über dem Mirnatal. Die Venezianer hatten es einst zu einem bedeutenden Stützpunkt ausgebaut, ein Markuslöwe am Stadttor erinnert an diese Zeit. Ab den 1950er-Jahren verwaiste der Ort im Nordwesten der Halbinsel, 1965 war er fast menschenleer. Bis die Künstler Grožnjan entdeckten. Der Bildhauer Aleksander Rkavina machte den Anfang, er versammelte rund 30 Künstler um sich, sie zogen in das Dorf und restaurierten die baufälligen Gemäuer. Heute verstecken sich in den Gassen etwa 30 Ateliers und Galerien. Im Sommer kommt Besuchern einiges zu Ohren: die „Jeunesse Musicals“, größte musikalische Jugend-Kulturorganisation, ist zu Gast. Internationale Professoren unterrichten junge Talente, und Melodien erfüllen die Straßen.
VERWEILEN: In der „Kaya Energy Bar & Design“ können Gäste auch Exponate kaufen. Adresse: Vinventa is kastva 2, 52429 Grožnjan
 

Entspannt

Die besten Wellness-Hotels
 
Unterirdisch verbunden und insgesamt 2400 m2 groß: Die Suche nach ein wenig Luxus hat im gemeinsamen Spa der Hotels „Lone“ und „Monte Mulini“ ein glückliches Ende. Wer braucht schon Whirlpools, wenn er wie im „Lone“ eintauchen kann in „geflutete Zimmer“, raumfüllende Becken für Floating und Hydro-Massagen. Große Fensterfronten gewähren vom Innenpool den Blick auf den Naturpark, von den Terrassen des Außenpools schweift er übers Meer. Silber, Pastell und dunkle Töne prägen das „Lone“, das „Monte Mulini“ setzt auf Stein, Holz und Gold – auch bei Anwendungen: Neben „Stone Signature Massagen“ lassen sich Gäste von Massagen mit Holzrollen sowie Behandlungen mit 22-Karat-Goldpartikeln verwöhnen.
ERHOLEN: Hotel „Lone“, Rovinj, DZ ab 128 Euro, www.lonehotel.com; Hotel „Monte Mulini“, Rovinj, DZ ab 256 Euro, www.montemulini.com
 

Natürlich

Baden am Kap Kamenjak
 
Abenteuerlich zerklüftet und außergewöhnlich schön: An der Küstenlinie des Kaps Kamenjak, der südlichsten Landzunge Istriens, reihen sich mehr als 30 Badebuchten aneinander, mal felsig, mal kieselig, immer mit kristallklarem Wasser. Sogar ein kleiner Sandstrand versteckt sich in der Bucht Uvala Portic. Weder Hotels noch Campingplätze stören den Frieden, das Kap steht seit Jahrzehnten unter Naturschutz. Autofahrer zahlen eine Mautgebühr und müssen bis 21 Uhr wieder weg sein. Wer mit dem Rad oder zu Fuß kommt, erlebt die wilde, raue Schönheit der Gegend ohnehin intensiver. In der Bucht Kolombarica stürzen sich die Klippenspringer von den Felsen. Ein interessanter Anblick – aber besser nicht nachmachen. Stürzen Sie sich stattdessen lieber auf den frischen Fisch der „Safari Bar“ im schattigen Schilfgürtel.
ANKOMMEN: Kap Kamenjak kann von Prematura aus per Auto, Fahrrad oder Boot erreicht werden. Fußgänger und Radfahrer zahlen nichts, Auto-Tageskarte ca. 4 Euro
 

Sportlich

Radfahren auf der Parenzana und an der Küste
 
Eine Mutprobe auf dem Mountainbike, eine Spazierfahrt an der Küste, ein Abenteuer, das über Schotterwege durchs Hinterland führt, oder ein sanftes Dahingleiten am Meer entlang: Radfahren in Istrien kann so vieles bedeuten. Die Parenzana, die ehemalige Strecke einer Schmalspureisenbahn, die jetzt für Radler reserviert ist, gehört zur Kategorie „wilder Ritt“, gilt aber als schönster Radweg Istriens. Von Triest in Talien bis nach Poreč, dem UNESCO-Weltkulturerbe-Städtchen, führt die Trasse, über recht holprige Wege durch sattgrüne Landschaft und über beeindruckende Viadukte. Radler, die in Küstennähe bleiben und sich abends in eine Koje kuscheln möchten, wählen die Kombi „Rad & Schiff Istrien“: Die Tour führt die Westküste hoch von Pula bis Umag und zurück.
IN DIE PEDALE TRETEN: „Rad & Schiff Istrien“, 8 Tage, ab 790 Euro, über www.radweg-reisen.com. Weitere tolle Touren finden Sie hier: www.istria-bike.com/de/routen; www.velociped.de; www.dielandpartie.de
 

Romantisch

Verliebt in Rovinj
 
Der Küstenort Rovinj ruht auf Felsen, die ins Meer ragen, auf einem Hügel wacht die Barockkirche der heiligen Euphemia über die malerischen, verschlungenen Gassen der Altstadt. Naturschutzgebiete rahmen die Stadt im Westen der Halbinsel, vor der Küste liegen 22 Inselchen, wie getupft ins satte Blau. Durch märchenhafte Wälder mit Zypressen, Zedern und Lorbeerbäumen führt der Weg zu verträumten Badebuchten. Wenn am 9. August, dem heiligen Laurentius, ein Sternschnuppenregen funkelt, feiern nicht nur Verliebte: Die Straßenbeleuchtung bleibt aus, Kerzen und Fackeln glimmen, Livemusik erklingt, während die Wünsche gen Himmel geschickt werden – darunter sicher auch so manches: „Hier möchte ich für immer bleiben.“
TRÄUMEN: „Villa Tuttorotto“, Dvor Massatto 4, 52210 Rovinj, Wochenend-Paket ab 140 Euro pro Person, www.villatuttorotto.com
 

Kulinarisch 

Einkehr im Schlaraffenland
 
In Istrien darf es gern ein bisschen mehr sein: Olivenöl, Wein, wilder Spargel, Trüffel, Fisch und Meeresfrüchte – um nur die wichtigsten regionalen Spezialitäten zu nennen. Kostprobe gefällig? Folgen Sie zwischen Novigrad, Buje und Brtonigla den Schildern „Straßen des Olivenöls“. Wer sich vom Aufschwung des Weinanbaus der Region überzeugen möchte, reist auf der Weinstraße von Umag nach Novigrad zum Weingut Kabola im Örtchen Momjan. Von dort reicht der Blick auf die Adria und die Alpen. Ebenso eindrucksvoll: die Aussicht von der Burgmauer, die Motovun einfasst. Zu Füßen des Städtchens liegen die Trüffelwälder von Livade, in denen von Mai bis November nach den schwarzen Schätzen gegraben wird.
SCHLEMMEN: Landgasthaus „Konoba Astarea“, Ronkova 9, Brtonigla, www.konoba-astarea-brtonigla.com