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Wasserverbrauch in der Landwirtschaft Lebensmittel beeinflussen Wasserverbrauch

"Virtuelles Wasser" - das sind die Unmengen, die bei der Lebensmittel-Produktion verbraucht werden – aber nicht sichtbar sind. 

Umwelt

Organisationen wie Unicef und Greenpeace trommeln schon lange Alarm: Rund einer Milliarde Menschen weltweit steht kein sauberes und weniger als 20 Liter Trinkwasser pro Tag zur Verfügung. Fast grotesk klingt es dagegen, dass allein in Deutschland jeder von uns pro Tag rund 4000 Liter verbraucht. Das meiste davon, nämlich 3870 Liter, allerdings unbewusst. Der sogenannte „Wasser-Fußabdruck“ errechnet sich aus zwei Größen: Alles, was wir im Alltag brauchen, muss mithilfe von Wasser produziert werden. Egal, ob Frühstücksbrötchen oder Baumwollpullover. Das ist der sogenannte „interne Abdruck“. Die meisten Industrieländer importieren aber zusätzlich noch Güter wie Ananas oder Bananen – dabei entsteht der „externe Abdruck“. Die Summe aus beidem ergibt dann den „Wasser-Fußabdruck“ eines Landes.

Um die Wasser-Bilanz der einzelnen Lebensmittel kümmert sich das Unesco Institute for Water-Education (Unesco-IHE) in den Niederlanden. Diese Bilanz setzt sich aus allen Arbeitsvorgängen während der Herstellung eines Produktes zusammen (siehe Tabelle unten links). Ursprünglich brachte der britische Wissenschaftler John Anthony Allan Mitte der 90er-Jahre den Stein ins Rollen. Er prägte den Begriff des „virtuellen Wassers“ und entwickelte dafür eine Berechnungsgrundlage. Damit wurde erstmals plastisch, dass wir nicht nur zum Trinken, Kochen und Waschen Wasser verbrauchen.

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