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Umwelthauptstadt 2011 Grün, grüner, Hamburg

Seien Sie ruhig ein bisschen stolz: Eine Deutsche wurde zu Europas Umwelthauptstadt 2011 gekürt: Hamburg! VITAL-Autorin Ute Oda Frantzen erlebte einen öko-perfekten Tag.

Hamburg Speicherstadt

Raten Sie mal, wie viele Rinder in Hamburg leben – wirkliche, vierbeinige. 6286! Kein Witz. In München zählt man nur 651, in Berlin 681. Hamburg hat eben viel Grün. Auch, weil die Stadt nicht auf Kosten unbebauter Flächen wachsen will. Schlauerweise werden stattdessen bereits erschlossene Gebiete genutzt – siehe Hafencity. Diese umsichtige Stadtentwicklung war einer der Gründe, warum sich Hamburg gegen 34 Mitbewerber um den Titel Europäische Umwelthauptstadt durchsetzen konnte. Jede Kandidatin wurde in zehn Kategorien bewertet. Hamburg schnitt meist mit gut ab und war bei „Klimaschutz“, „Abwassermanagement“ und „Verwaltung“ sogar Spitzenreiter.

Auf umwelthauptstadt.hamburg.de finden Sie alle Projekte und Aktionen zu den sechs Schwerpunkt-Themen

Das will ich nicht sabotieren und nehme mir ein städtisches Leihfahrrad. Hamburg hat 2009 das StadtRAD eingeführt. Genau wie in Paris, Rom und Amsterdam wurde diese umweltfreundliche Fortbewegungsvariante sofort begeistert aufgenommen, von Einheimischen wie von Touristen. An fast 70 Stationen warten nun rote Räder auf jeden, der sich einmal online angemeldet hat. Da es nördlich der Elbe bekanntlich keine Berge gibt, kommt man überall schnell hin. Ich fahre über eine der vielen Brücken in die Hafencity. Auf 157 Hektar entsteht hier seit einigen Jahren ein Vorbild für modernes Innenstadtwohnen und -arbeiten. 2025 soll alles fertig sein. Bis dahin heißt es: Baustellen-Gucken vor der atemberaubenden Kulisse des Hamburger Hafens. Und, zumindest von außen, bestaunen, was schon steht: die Katharinenschule zum Beispiel. Als Pausenhof für die Kinder dient ein riesiger Dachgarten.

Urlaubs-Feeling mitten in der Stadt

Um die Ecke, im ältesten erhaltenen Speicher Hamburgs, residiert das Internationale Maritime Museum. Ich lerne alles über Klima- und Meeresforschung und gucke aus dem Fenster in eine grüne Zukunft: Dort wird die Deutschland-Zentrale von Greenpeace erbaut. Nach ökologischen Vorgaben, ist ja klar.

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