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Entspannung und Gelassenheit Top 10 Meditationen

Der Weg ins Innere schenkt nicht nur mehr Gelassenheit. Er ist auch der Königspfad, um Stress optimal abzubauen, uns wohl zu fühlen und Krankheiten zu lindern. Zehn beliebte Methoden – wie sie wirken und was sie kosten.   

Die Meditation ist in der Moderne angekommen. Ob mit aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien oder Computertomografen, die Landkarten des Gehirns erstellen: Aus der Forschung ergeben sich immer mehr Beweise für die gesunde Wirkung der Meditation.  Bessere Lebensqualität nach Krebserkrankung Das geistige Training der besonderen Art lohnt sich unter diesem Aspekt gleich mehrfach. Achtsamkeits-Meditation etwa, also die Fähigkeit, sich bewusst und ohne abzuschweifen auf seine Tätigkeiten zu konzentrieren, hilft z. B., besser mit Krankheiten umzugehen.

Der feine Unterschied

Ziel der Meditation („medius“, lat.: „die Mitte“) ist es, äußerliche Reize weitgehend auszuschließen, den Geist zu sammeln und seine innere Balance zu finden. Eine körperliche Entspannung findet zwar statt, ist aber nicht das eigentliche Ziel. Entspannungsübungen wie autogenes Training oder die progressive Muskelrelaxation dagegen zielen primär auf das kontrollierte Relaxen von einzelnen Muskelgruppen oder des Nervensystems ab. 

Kanadische Forscher der Universität Calgary konnten in einer Studie mit 49 Brustkrebs-Patientinnen nachweisen, dass sich deren Lebensqualität nach einem Acht-Wochen- Meditationskurs deutlich verbesserte. Auch schliefen sie im Schnitt 30 Minuten länger pro Nacht, statt sich mit ängstlichem Grübeln zu quälen. Das Ergebnis einer weiteren Studie: Nach drei Monaten Meditationskurs hatten Patienten an der Universität West Virginia mit Bluthochdruck oder chronischen Schmerzen nur noch halb so viele Beschwerden. Und die Psychologin Jennifer Gregg von der Universität Nevada entdeckte, dass Diabetiker durch Meditation ihren Blutzuckerspiegel besser kontrollieren können. Ähnlich gut belegt sind Positiv- Effekte bei Angst- und Essstörungen oder Schuppenflechte. 

Stärkeres Gedächtnis und schneller Stressabbau

Vor allem aber hilft Meditation gegen den Krankheitsauslöser Stress. Prof. Fred Travis, Direktor des Centers für Gehirn-, Bewusstseins- und Kognitionsforschung in Fairfield, Iowa, bewies in einer Studie an 50 Studenten, dass sie schon nach zehn Wochen Meditation von nur 20 Minuten pro Tag stressresistenter wurden. Ihre Hirnströme zeigten zudem, dass sie sich besser konzentrieren konnten. Trotz aller Erfolge ist die Meditation aber keine Methode, die im Do-ityourself- Verfahren gelernt werden sollte. Diplompsychologin Susanne Müller vom Institut für Psychologie, Uni Freiburg: „Meditation lässt sich nicht im Schnellverfahren erlernen. Es gibt zwar zahlreiche gute Bücher, mit denen man sich zu Hause bereits über die Techniken informieren kann. Wer allerdings ernsthaft damit beginnen möchte, sollte sich von ausgebildeten Meditationslehrern anleiten lassen.“ Ein Überblick über die zehn wichtigsten Meditationsformen.   

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Autor:
Dorothea Palte