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Frauen auf der Ski-Piste

Flexible Skier, schmalere Stiefel, wärmere Kleidung: Frauen ticken beim Skilaufen anders als Männer

Ski fahren

Früher mussten wir zwei Paar Socken anziehen, um in klobigen Unisex-Skistiefeln Halt zu finden. Vorbei! Heute gibt es von fast allen Firmen extra schmal geschnittene Frauenstiefel mit perfektem Sitz – und dazu sogar den „femininen“ Ski für sie.

Techno-Trick: Da der weibliche Körperschwerpunkt durch die schmalere Taille, das breitere Becken und die Rundungen an Bauch, Beinen und Po weiter hinten liegt, werden z. B. die Ski-Bindungen als Ausgleich weiter vorn montiert. Außerdem sind Damen-Ski komplett anders aufgebaut. Ihre einzelnen Schichten sind so verklebt, dass sie biegsamer und flexibler werden. So kriegen Frauen auch mit weniger Kraftaufwand die Kurve.

Ein weiterer Punkt: Frauen frieren leichter. Schuhe, Helme und natürlich die Textilien haben deshalb mehrere Wärmeschichten und ein dickeres Innenfutter als vergleichbare Ausrüstungen für Männer.

Aber auch das Verhalten von Frauen ist auf der Piste ein anderes. Monika Berwein, frühere Olympia-Teilnehmerin, weiß: „Wenn Männer fahren, dominiert schnell der Wettkampfgedanke. Frauen sind da viel entspannter. Sie müssen sich gegenseitig nichts beweisen.“ Ist die Piste überfüllt, stecken Frauen allerdings eher zurück. Sie bewegen sich dann am Rand, machen längere Querfahrten oder warten, bis der Weg endlich frei ist. Monika Berwein: „Frauen müssen sich ihren Platz bewusst nehmen! Sie sollten lernen, sich ihre Spur zu sichern.“ Wie das am besten klappt, erfahren Sie hier. Dazu tolle Ausrüstungs-Tipps und eine schnelle Ski-Gym für zwischendurch.

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Autor:
Esther Langmaack