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Pflege Beauty-Wunderwaffe: Die Kokosnuss

Sie schmeichelt Haut und Haaren, verzaubert mit inneren Werten und riecht betörend. Wir haben uns verliebt – in die Kokosnuss!
kokosnus für die Schönheit

Linsen-Kokos-Suppe
Schon die Urvölker im Pazifikraum kannten die wohltuende Wirkung des Kokosöls und setzten es in der Ernährung, bei der Hautpflege und in der Naturmedizin ein. Kein Wunder, dass die seit rund 3000 Jahren kultivierte Kokospalme aufgrund ihrer über 100 verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten bis heute auch als "Baum des Lebens" bezeichnet wird.

Knacken wir also die Wundernuss, um zu verstehen, was so viel Gutes in ihr steckt. Zunächst müssen wir zwischen Kokoswasser, ­-milch und ­-öl unterschei­den. Bohren wir ein Loch in die unreife grüne Nuss und stecken einen Strohhalm hinein, können wir Kokoswasser trinken. Schlagen wir die reife Nuss auf, schaben das weiße Fruchtfleisch heraus, geben es mit etwas warmem Wasser in den Mixer und pressen diese Flüssigkeit aus, erhalten wir fett­- und kalorienhaltige Kokosmilch.

Das Kokosöl wird aus der sogenannten Kopra, dem getrockneten Fruchtfleisch von Kokosnüssen gewonnen. Es ist reich an essenziellen Fettsäuren, Vitaminen (B1, B2, B3, B6, C, E und Folsäure) und Minerali­en (Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor und Zink). Zudem enthält es etwa 50 Pro­zent Laurinsäure – eine besondere Fettsäu­ re, die antibakteriell wirkt und deshalb Viren, Bakterien und Pilze abwehren kann (weshalb Kokosnüsse auch gerne in Deos eingesetzt werden, da sie die Vermehrung geruchsbildender Bakterien hemmen).

Die Gesundheitsbranche hat mittler­weile Gefallen am Kokosöl gefunden, weil es unter anderem die Cholesterinwerte positiv beeinflussen kann, das Immunsys­tem stärkt, den Stoffwechsel anregt und somit unser Wohlbefinden fördert. Über ihre Wurzeln nehmen die Kokospalmen mineralstoffreiches Salzwasser auf und speichern die dort enthaltenen Mineralien in ihren Früchten ab. Hier treffen sie auf jede Menge Aminosäuren sowie Spurenele­mente, die aus dem vulkanischen Boden und Meerwasser kommen. Weil die Mine­ralstoffe in Form von Elektrolyten vorlie­gen, kann sie der menschliche Körper besonders leicht verarbeiten.

Kokosöl, das Beauty-Elixier

Die Kosmetikfirmen haben die Nuss längst für sich entdeckt und nutzen sie vielseitig. Das naturbelassene Öl schenkt der Haut – egal, ob pur oder in Cremes verarbeitet – Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen, und schützt sie vor negativen Umweltein­flüssen wie Hitze, Wind und Kälte. Es wird schnell von der Haut aufgenommen, regu­liert den Säure­-Basen­-Haushalt und wirkt so dem Alterungsprozess entgegen. Ohne chemische Zusätze sorgt es für Geschmei­digkeit. Die reichlich enthaltenen Mineral­stoffe und Antioxidantien sind besonders geeignet für die Pflege reiferer Haut. Und als wäre all das nicht schon genug, kann Kokosöl die Struktur des Bindegewebes langfristig stärken, die Elastizität der Haut verbessern und so gegen Cellulite kämp­ fen. Als After­-Sun-­Lotion kühlt und beru­higt es selbst leicht gerötete Stellen und regt deren Zellerneuerung an.

Auch für den Kopf hat Kokosöl einiges zu bieten: UV­-Strahlung, Chlor und Salz­wasser strapazieren das Haar ebenso wie Stylingprodukte, zu heiße Föhnluft und der übermäßige Gebrauch eines Glättei­sens. Kokosöl pflegt die Kopfhaut und lässt die Haare wieder glänzen – egal, ob Sie es als Haarkur oder in kleinen Mengen täg­lich anwenden. Krauses Haar und wider­spenstige Locken können schon mit einer winzigen Menge Öl gebändigt werden.

Das Geheimmittel der Akne

Die in der Kokosmilch enthaltene Laurin­säure hemmt das Keimwachstum und bekämpft Entzündungen. Deshalb wirkt sie als einer der wenigen Stoffe auch gegen jenes Bakterium, das oft für die Entste­hung von Akne verantwortlich ist – Propi­onibacterium acnes. Dafür muss die Milch nicht auf die betroffenen Hautstellen auf­getragen werden – Laurinsäure wirkt be­reits über die Nahrungsaufnahme. Über die Verdauung tritt sie in den Blutkreislauf und wird durch den Talg, der in den Poren der Haut entsteht, angezogen. Die Säure löst sich im Talg auf und kann das Wachstum der Akne-Bakterien direkt vor Ort verlangsamen. Dadurch wird eine übermäßige Talgproduktion vermindert.

 

Kokoswasser, das Schönheitsgetränk

Kokoswasser ist der einzige isotonische Drink aus der Natur mit einer langen Liste an Nährstoffen, die nicht nur Sportler begeistern: Mineralstoffe, Antioxidantien, Aminosäuren, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe und sogar Wachstumsfaktoren – alles in einer solch hohen Konzentration, wie sie in kaum einem anderen Lebensmittel zu finden sind. Zudem schmeckt das Wasser mild, nussig und äußerst lecker. Für Menschen, die abnehmen möchten, das Verlockendste: Kokoswasser hat einen äußerst geringen Fettgehalt, enthält sehr wenig Zucker und pro 100 ml nur etwa 20 Kalorien. Seine vielseitige Beauty-Wirkung zeigt es vor allem unter der Haut. Denn Kokoswasser enthält eine große Menge Cytokinine, pflanzliche Wachstumshormone, die auch Einfluss auf den Alterungsprozess der menschlichen Zelle haben. Sie unterstützen die Zellregeneration und bewahren so Haut wie auch Haare vor einer vorzeitigen Alterung.