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Bio-Kosmetik Zertifizierte Naturkosmetik

Immer mehr Frauen wollen lieber Natur an ihre Haut lassen: Das Geschäft mit zertifizierter Naturkosmetik aus kontrolliert biologischem Anbau boomt, besonders in Deutschland. Mit einem Jahresumsatz von 860 Millionen Euro* liegen wir in Europa auf dem Spitzenplatz. Die Rohstoffe für Cremes und Lotionen finden die Naturkosmetik-Hersteller aber nicht nur vor der Haustür. Sie haben auch feste Partnerschaften mit Bio-Lieferanten im Ausland, die sie vor Ort mit Investitionen und ökologischem Know-how unterstützen. VITAL zeigt beispielhafte Projekte.
Naturkosmetik

Açai-Beeren aus Brasilien

Das nachhaltige Nutzen der Açai-Palmen schützt das Ökosystem des Regenwaldes. Der Exot im Tiegel: Die Açai-Beere, die Frucht der südamerikanischen Kohlpalme, wächst u. a. im Amazonasgebiet in der Nähe von Belém im Norden Brasiliens. Berühmt wurde sie als Lieferantin hochwertiger Anti-Aging-Substanzen. Doch der Weg vom tropischen Regenwald bis in die Cremetöpfe des niedersächsischen Unternehmens Santé ist weit: Zunächst werden die Früchte von Hand geerntet, dann zum Pressen zu einem Bio-Betrieb in der Nähe geschippert, der das frische Öl nach Europa verschifft.
Um den Kleinbauern ihre Existenz zu sichern und das Ökosystem des Regenwaldes zu schützen, unterstützt Santé das gemeinnützige Projekt „Amazon Organics“. Darüber erhalten die Bauern (fünf Kooperativen à 15 bis 20 Familien) für ihre Ware aus kontrolliert biologischem Anbau einen fairen Preis. Außerdem fließt Geld in Schul- und Gesundheitsprogramme.

Rosen, Naturkosmetik

Auf 2900 Meter Höhe blühen Rosen länger und für die Ernte der Blüten bleibt doppelt so viel Zeit.

Rosen aus Äthiopien

Die stark duftende Damaszener Rose-Heilpflanze des Jahres – wird überwiegend in Bulgarien und der Türkei angebaut. Allerdings blühen die Rosen dort nur vier Wochen, bei der Ernte drängt die Zeit. Anders im Hochland von Äthiopien: Auf einer Rosenfarm in Debre Birhan, 125 Kilometer östlich von Addis Abeba, auf einer Höhe von 2900 Metern, zeigt die „Rosa damascena“ prächtige Blüten – und das zwei Monate lang. Unter Anleitung der Wala Heilmittel GmbH, die die Stecklinge gestiftet hat, werden hier besonders üppige Rosen nach biologisch-dynamischen Prinzipien gezüchtet.
Da die gepflückten Blüten am selben Tag verarbeitet werden müssen, beteiligte sich Wala am Aufbau einer Destillerie vor Ort. So konnte im vergangenen Jahr das erste ätherische Rosenöl in Bio-Qualität südlich der Sahara destilliert werden. Für zehn Jahre hat sich Wala als Allein-Abnehmer verpflichtet. Danach soll der Anteil auf 60 bis 70 Prozent sinken, damit der Rosenfarmer auch andere Abnehmer beliefern kann.

 

 

Wir haben für Sie recherchiert und verraten Ihnen, mit welchen Kräften und Inhaltsstoffen die Rose unsere Haut samtweich pflegt.

 

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Autor:
Marina Knippel