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Sommer im Flakon

Sehnsucht nach Sonne? Die stillen die neuen Parfüms im Handumdrehen. Ein Spritzer genügt, und schon sind Sie auf blühenden Wiesen, im Straßencafé oder am Meer

Sonnengelb, meerblau oder muschelrosa leuchten sie jetzt wieder in den Regalen, duften nach Früchten, Erdbeereis und Strand: Die aktuellen Sommer-Parfüms sind da! Für viele Frauen gehören sie zur warmen Jahreszeit wie luftige Kleider oder der Duft von Sonnenmilch. Wonach riecht die eigentlich genau? „Meist nach Orangen und Kokos“, sagt Marc vom Ende, Parfümeur beim Dufthersteller Symrise in Holzminden. „Das Typische am Sonnencreme-Geruch sind aber synthetische Duftbausteine, die Salicylate heißen und an Orchideen erinnern.“ Genau diese Noten sind es übrigens auch, die Sommer-Düften oft das gewisse Etwas verleihen. Als erstes Sommer-Parfüm kam 1989 „Sun“ von Jil Sander auf den Markt – und hält sich als Klassiker bis heute. Ungewöhnlich, denn fast immer sind Sommer-Parfüms nur für eine Saison erhältlich. Einige Hersteller heizen dadurch bewusst die Sammelleidenschaft ihrer Fans an: Escada z. B. hat dieses Jahr bereits sein 17. limitiertes Sommer-Parfüm herausgebracht. Guerlain produziert seine erfolgreichsten Aqua Allegoria“- Düfte weiter, so dass in Deutschland zur Zeit 7 von insgesamt 23 lancierten Versionen angeboten werden. Bestseller ist bezeichnenderweise der spritzige Grapefruit-Duft „Pampelune“ – womit sich die Sonnenmilch-These bestätigt, denn Grapefruit erinnert an Orange. Was dagegen nicht stimmt, ist der Glaube, Sommer-Parfüms seien alkoholfrei. Nur am Handgelenk und in den Haaren auftragen – sonst gibt’s braune Flecken! Aber das Wichtigste bleibt: Wenn der Sommer sich hinter Wolken verkriecht, holt uns solch ein Duft die Sonne sofort wieder zurück.

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Autor:
Kerstin Brockmann