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Selbstbräuner Braun auch ohne Sonne

Sie möchten nicht als Bleichgesicht in den Urlaub starten oder Ihre Bräune hinterher sanft verlängern? Dann nutzen Sie die neuen Selbstbräuner, Flüssig-Bronzer und Sonnenpuder. Denn die zaubern ohne schädliche UV-Strahlen einen zarten Karamell-Ton auf die Haut. VITAL sagt, wie Sie die Produkte richtig anwenden.
Selbstbräuner

Schrittweise zum gebräunten Teint

Wie bereite ich meine Haut optimal vor?
Mal eben zwischen Tür und Angel etwas Selbstbräuner auftragen – das endet meist mit einem Streifenhörnchen-Look. Gehen Sie daher taktisch vor. Zuerst müssen Sie die Altlasten der Haut loswerden, sprich lose Hornschüppchen. Das funktioniert mit einem Peeling, entweder in Form einer Rubbelcreme mit Kunststoffkügelchen oder gemahlenen Naturkernen oder mit einem Massagehandschuh.

Duschen statt cremen
Bräunungsduschen tönen Ihre Haut in Minutenschnelle überall. Selbstbräuner-Duschen stehen meist in Sonnenstudios (z. B. „Tantastic“ bei Sunpoint, ca. 25 Euro). Ähnlich funktioniert die Airbrush-Pistole, die Kosmetikerinnen benutzen. Ihr Vorteil: Die Bräune lässt sich genauer dosieren, mit vorteilhaften Licht- und Schatten-Effekten.


Achten Sie beim Peeling darauf, stärker verhornte Stellen wie Ellenbogen, Knie oder Zehen besonders gründlich zu bearbeiten. Danach eine leichte Bodylotion auftragen und über Nacht einwirken lassen. Auch gut zum Vorbereiten auf die Schummel-Bräune: spezielle Badeöle mit Peeling-Schwamm (z. B. „Tan Detox“ von St. Tropez, etwa über Amazon). Im warmen Wasser lösen sich lose Hornzellen, der Schwamm entfernt sie gründlich, und das Öl pflegt die Haut intensiv. Entfernt auch prima die Reste der letzten Selbstbräuner-Aktion.

Wie trage ich einen Selbstbräuner geschickt auf ?
Selbstbräuner-Cremes, -Lotionen oder -Gele lassen sich am besten mit speziellen, fingerlosen Handschuhen ver- teilen (z. B. „Self Tanning Applicator“ von Kiko, ca. 4 Euro, www.kikocosmetics.de). Notfalls gehen auch Latexhandschuhe – dabei die Finger nicht spreizen, sondern zusammenhalten, so vermeiden Sie Streifen. Arbeiten Sie sich am Körper immer von außen nach innen vor und an den Armen und Beinen von unten (Knöchel, Handgelenke) nach oben (Oberschenkel, Schulterblätter). Wichtig: Knie, Ellenbogen und Füße erst mal aussparen. Mixen Sie den Selbstbräuner dann mit etwas Bodylotion und tragen Sie diese Light-Variante an diesen Stellen mit großzügigen, kreisenden Bewegungen auf.
Beim Gesicht verfahren Sie ähnlich: Selbstbräuner mit etwas Feuchtigkeitscreme mischen und zunächst auf Stirn, Kinn und Nase auftragen, dann von der Gesichtsmitte nach außen hin verreiben – bis zum Hals hinunter. Ziehen Sie dann die Handschuhe aus und streichen Sie mit den Handrücken über die bereits eingecremten Oberschenkel oder Unterarme. Das reicht zur Bräunung der Hände völlig aus. Der Anti-Flecken-Trick: Wickeln Sie ein feuchtes Gesichtsreinigungstuch um den Zeigefinger und fahren Sie damit über die Nägel, die Finger- und Zehenzwischenräume, die Fußsohlen, die Ohrinnenseiten, den Bauchnabel und die Augenbrauen. Dort sammelt sich oft zuviel Selbstbräuner, was zu unschönen Schatten führen kann.
Praktisch sind Produkte mit Pigmenten: Sie bräunen sofort, nicht erst nach Stunden, und zeigen so, wo schon gecremt wurde. Tragen Sie den Selbstbräuner alle vier Tage erneut auf. Tägliche Feuchtigkeitspflege bremst das Abschuppen, und die Bräune bleibt länger gleichmäßig. Lange Wannenbäder, Sauna und Dampfbad bewirken das Gegenteil: Das Braun geht schneller flöten.

Wie finde ich den richtigen Farbton?
Oberste Regel: Kleckern, nicht klotzen. Nachlegen können Sie immer. Einige Firmen bieten Selbstbräuner für hellere und dunklere Hauttypen in zwei unterschiedlichen Tönungs- Graden an. Andere Produkte tönen beim ersten Mal nur sehr sanft. So lässt sich die Bräune Schritt für Schritt an zwei oder drei Tagen hintereinander bis zur Wunschintensität steigern. Einen besonders dezenten Ton bringen Bodylotions, die nur einen Hauch Selbstbräuner enthalten.

Bräune zum Schlucken
Bräunungskapseln, ein Mix aus Carotinoiden, tönen die Haut leicht gelblich orangebraun. Zudem sollen die Naturfarbstoffe in der Sonne die Melaninproduktion der Haut anregen, so ihren Eigenschutz verbessern und die Bräune verschönern. Klappt aber nicht bei allen Menschen und ersetzt keinen UV-Schutz.


Zu orangestichig? Das war einmal. Viele Produkte enthalten heute neben dem klassischen Selbstbräunungs-Wirkstoff DHA (Dihydroxyaceton) noch den Wirkstoff Erythrulose. Die Kombi dieser beiden Zuckerverbindungen erzeugt einen zarten, sehr natürlich wirkenden Braunton. Der etwas muffig-süßliche Geruch von Selbstbräunern ist der Eigenduft von DHA (Erythrulose riecht weniger intensiv). Ganz lässt er sich leider auch in modernen Produkten nicht verhindern, doch durch zugesetzte Duftstoffe oder natürliche ätherische Öle zumindest ein wenig maskieren.

Wer doch auf das Sonnenbaden nicht verzichten kann, sollte einen guten Sonnenschutz verwenden. Egal ob Öle, Cremes oder Sprays - der richtige Lichtschutzfaktor ist entscheidend.

Autor:
Silke Amthor