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Frische Beautyprodukte Kosmetik ohne Konservierungsstoffe

Deckel auf, Wasser und Zutaten rein, umrühren, fertig! Kosmetik, die erst kurz vor dem Kauf oder zu Hause angerührt wird, ist in. Bringt sie auch Vorteile für die Haut?

Illustration Veronique Stohrer für VITAL

Je frischer, desto besser – so kennen wir es aus der Ernährung. Roh geknabberter Kohlrabi oder selbst gekochte Kartoffeln sind eben gesünder als Gemüsesuppe aus der Dose. Aber gilt das auch für Kosmetik? Beauty-Hersteller wie L’Occitane, Lush oder Kérastase haben neuerdings neben fertigen auch frische Produkte im Sortiment – in drei Varianten: Sets, mit denen Sie Ihre Creme selbst anmischen, Beauty zum Bestellen, die erst dann angerührt wird, und Kosmetik, die frisch zubereitet im Kühlregal eines Ladens wartet.

Ähnlich wie frische Milch sollen die Produkte daheim im Kühlschrank aufbewahrt und schnell verbraucht werden. „Dahinter steckt die Idee, der Haut natürliche Wirkstoffe auf höchstem Leistungsniveau anzubieten“, sagt Gina Walker, PR-Managerin bei Lush. „Außerdem können wir so auf Mittel verzichten, die die Haltbarkeit verlängern.“

Reizthema Konservierung: nötig oder schädlich?

Weniger Chemie – dieses Argument kommt bei den Käuferinnen gut an. Denn Konservierungsmittel können Allergien und Reizungen auslösen, sodass alle mit sensibler Haut möglichst darauf verzichten wollen. Hinzu kommen noch die Schadstoffe aus der Umwelt. „Unsere Gesichtspflege ,Ma Crème Nature‘ ist gezielt zur Entlastung der Haut gedacht, damit sie sich kurmäßig erholen kann“, sagt Jean-Louis Pierrisnard, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei L’Occitane.

„Trotzdem ist ein verkeimtes Produkt im Zweifelsfall schlimmer für die Haut als die meisten Konservierungsstoffe“, warnt Dr. Johannes Müller- Steinmann, Dermatologe aus Kiel. Wer Frischekosmetik aber innerhalb von zwei Wochen verbraucht, sie kühl lagert und konsequent mit einem Spatel statt mit dem Finger entnimmt, schützt das Produkt vor raschem Verderben – und sich selbst vor verdorbener Freude.

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Autor:
Kerstin Brockmann