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Selbstmedikation Hilfe bei Lippenherpes

Welche rezeptfreien Heilmittel helfen wirklich? Wann fragen Sie besser den Arzt? Das verrät diese Serie. Diesmal: Lippenherpes 

Lippen

Urlaub, Party, Vorstellungsgespräch – gerade, wenn es gar nicht passt, blühen Lippenbläschen auf. Ihr Erreger, ein Herpesvirus, wird durch Küssen, gemeinsam benutzte Handtücher oder Gläser übertragen. Er schlummert, gut versteckt, bei 90 Prozent aller Menschen in den Nervenknoten der Schläfen. 

Erst wenn eine Erkältung oder ein anderer Infekt, Stress, Sonne oder Hormonschwankungen das Immunsystem schwächen, wacht er auf. Und quält 20 bis 40 Prozent von uns mit Lippenherpes. Es beginnt mit Jucken und Kribbeln. Wenige Stunden, oft auch erst ein bis zwei Tage später, bilden sich wässrige, schmerzhafte Bläschen. Die bitte nicht berühren, um Infektionen anderer Hautareale zu verhindern. Die Bläschen verkrusten nach fünf bis zehn Tagen und heilen ab. Virenhemmende Cremes (Download) verkürzen die Leidenszeit um ein Drittel.

Sofort bei den ersten Symptomen bis zu 6-mal täglich mit einem Wattestäbchen auftragen. Niemanden küssen! Ist der Lippenherpes nach 10 Tagen noch da oder breitet er sich in die Mundhöhle oder hoch zur Nase aus, unbedingt zum Hautarzt gehen.

Die besten Hausmittel

Honig lässt Lippenherpes schneller abheilen. Wattepad in medizinischen Manuka-Honig (Bioladen) aus Neuseeland „tunken“, 4-mal täglich jeweils 15 Minuten auf die Herpesstelle legen. Schwarzer Tee bekämpft Herpesviren durch seinen hohen Gehalt an Gerbstoffen (Tannine): 1 Teebeutel mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und ein paar Minuten ziehen lassen. Teebeutel herausnehmen und lauwarm 5 Minuten auf die Bläschen legen. 3-mal täglich wiederholen.   

 

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