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Pflege Raus aus dem Haut-Burnout

Stehen wir im Alltag ständig unter Strom, wird’s irgendwann auch unserer Haut zu bunt. VITAL erklärt, woran das liegt und wie wir sie wieder beruhigen können.

Hautpflege

Brennende Fragen...

Wie erkenne ich sensible gestresste Haut?
Ganz einfach: Sie fühlen sich nicht wohl in ihr. Die Haut spannt, brennt, prickelt oder juckt. Manchmal ist sie gerötet, manchmal neigt sie eher zu Pickelchen. Das kann alle Hauttypen betreffen, allerdings gerät trockene Haut besonders häufig aus dem Lot.

Warum reagiert sie überhaupt so empfindlich?
In der Haut verlaufen besonders viele Nerven, die uns z.B. Wärme, Schmerz oder Berührungen signalisieren – Sinneseindrücke, die eng mit unseren Gefühlen und dem vegetativen Nerven system verbunden sind.
Gerät dieses bei Dauerstress aus der Balance, bekommt das auch die Haut zu spüren. Ihre Nerven reagieren übersensibel – das bringt die Hautfunktionen durchein ander und fördert Entzündungen. Gerade trockene Haut mit einer geschwächten äußeren Barriereschicht wird da schnell zur Mimose.

Hängen Pickel mit unserem aufregenden Alltag zusammen?
Wer beruflich oder privat unter Dauerfeuer steht, hat oft mehr Testosteron im Blut. Das Männlichkeitshormon regt unter anderem die Tätigkeit der Talgdrüsen an, was zu Mitessern und Pickeln führen kann. Da Stress die hauteigene Abwehr schwächt, haben auch Akne-Bakterien leichteres Spiel.

Welche Rolle spielt die Seele?
Eine entscheidende: Psychostress erhöht nicht nur die Haut empfindlichkeit, sondern lässt uns auch früher altern. In einer Zwillingsstudie der Universität Cleveland in Ohio stellten Forscher fest, dass die durch Scheidung und anderen psychischen Stress belasteten Geschwister rund zwei Jahre älter aussahen als ihr Zwilling. Und an der School of Medicine der Universität Osijek in Kroatien fanden Wissenschaftler heraus, dass rund 30 Prozent aller Menschen mit Depressionen gleichzeitig mit Hautproblemen zu kämpfen haben.

Warum sieht „Hektik-Haut“ entweder rot oder fahl, aber selten gesund aus?
Die Rötung wird durch den Entzündungsbotenstoff Histamin ausgelöst. Ein grauer fahler Teint kommt dadurch zustande, dass Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol zu einer Verengung der feinsten Blutgefäße in der Haut führen. Das Phänomen kennen wir von Schrecksituationen: Man wirkt buchstäblich blass um die Nase.

Welche Faktoren können empfindliche Haut noch verschlimmern?
Beispielsweise Kosmetikprodukte, die nicht dem Hauttyp ent sprechen und austrocknende oder reizende Substanzen enthalten. Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte oder UV-Strahlung, aber auch bestimmte Medikamente können die Haut ebenfalls sensibler machen. Und sogar hartes, sehr kalkhaltiges Wasser empfindet so mancher Teint als Feind.

Einmal Stress-Haut, immer Stress-Haut?
Nein, gestresste Haut lässt sich mit der richtigen Pflege wieder in Balance bringen. Mehr darüber auf den nächsten Seiten. Wichtig ist der ganzheitliche Ansatz: Entschleunigen Sie Ihr Leben.

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