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Duftwasser Fruchtig und frisch: Eau de Cologne

Wie duftet der Süden? Na klar – nach Lavendel, Orangenblüten und Oleander. Schnuppern Sie mal an den neuen Eau de Colognes. 

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Die Geschichte der mediterranen Düfte begann kurioserweise in Deutschland, genauer in Köln. Vermutlich als Kontrast zum Gestank einer Stadt des Spätbarocks und als Hommage an seine Heimat kreierte der italienische Parfumeur Johann Maria Farina 1709 sein „Aqua Mirabilis“, das er später in „Eau de Cologne“ umtaufte. An seinen Bruder Baptist schrieb Farina damals: „Ich habe einen Duft gefunden, der mich an einen italienischen Frühlingsmorgen erinnert, an Bergnarzissen und Orangenblüten kurz nach dem Regen. Er erfrischt mich, stärkt meine Sinne und Fantasie.“ Später wurde Eau de Cologne zum Sammelbegriff für leichte Duftwässer mit höchstens zwei bis fünf Prozent Parfumöl-Anteil. Klassische Inhaltsstoffe sind Zitrone, Orange, Mandarine, Limette, Bergamotte und Zeder. Seit Anfang des neuen Jahrtausends erlebt das Eau de Cologne ein Comeback – mit dem klassischen Duftmix, aber in höherer Konzentration, damit er nicht so schnell verfliegt.

2003 brachte das französische Luxus-Label Hermès seinen Duft „Un Jardin en Méditerranée“ mit Orangenblüten, Bergamotte und weißem Oleander auf den Markt, einen absoluten Duft-Bestseller. 2008 weckte Dior mit „Escale a Portofino“ Urlaubserinnerungen an die italienische Riviera. Den mondänen Urlaubsort scheint auch Topdesigner Tom Ford zu lieben: Er schuf im Sommer 2011 mit „Private Blend Neroli Portofino“ eine Neuauflage eines durch und durch klassischen Eau de Cologne.

 

3 Fragen an Christina Weber, Aroma-Therapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie in Berlin:

Vital: Welche ätherischen Öle helfen, wenn es draußen kalt und grau ist?
Christina Weber: Wärmend wirken beispielsweise Zimt, Vanille, Rosmarin, schwarzer Pfeffer oder Rosengeranie. Gute Laune machen Neroli, Lavendel und Orange. Und falls mal alles zu viel wird: Der klassische Anti- Burn-out-Duft ist Bergamotte.

 

Was passiert im Körper, wenn die Nase solche Düfte wahrnimmt?
Über die Nase gelangen die Duftmoleküle ins limbische System. In diesem Hirnareal werden unter anderem die Gefühle gesteuert. Signalisiert das Gehirn dem Körper „Ruhe“, wird beispielsweise der Herzschlag heruntergefahren und die Atmung vertieft. Das ist wissenschaftlich bewiesen und kein Hokuspokus.

 

Was sollte man bei der Aromatherapie beachten?
Weniger ist mehr: für die Raumbeduftung je nach Raumgröße zwei bis höchstens sieben Tropfen Öl in Duftlampe oder Diffusor verdampfen und nie länger als 20 Minuten brennen lassen. Noch wichtiger: hochwertige naturreine ätherische Öle verwenden, chemische Düfte wie etwa Erdbeeroder Kokos-Duftöl haben keinerlei therapeutische Wirkung.