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Hautpflege Ich fühl mich besser ...

… ohne Duftstoffe, Emulgatoren, Tenside und Konservierungsstoffe. Fast jede zweite deutsche Frau klagt über empfindliche Haut. Sie auch? Lesen Sie hier, wie die Haut wieder in Balance kommt.
Frau hält Hände unter ihr Gesicht
Schaumschlachten, heftiges Reinigen und Creme im Überfluss – bei den meisten von uns hält die Haut so einiges aus. Durch ihre „saure“ Schutzmauer aus Hornzellen und Lipiden (den Säureschutzmantel) kann sie sich relativ gut gegen Angriffe von außen schützen und die Feuchtigkeit im Inneren bewahren. Doch manchmal wird es ihr zu viel. Etwa wenn Duftstoffe sie irritieren oder Tenside die Barriereschicht attackieren. 

Umstrittene Mineralöle: Keine Sorge, Sie werden zwar aus Erdöl gewonnen, doch Mineralöle für die Kosmetik sind hochgereinigte, geruchlose Öle, die die Haut nur selten irritieren oder Allergien auslösen. Neuesten Erkenntnissen von US-Dermatologen zufolge provozieren sie auch keine Mitesser. (Pflanzenöle wie Sesamöl, Kokosöl oder Kakaobutter dagegen können durchaus Pickel fördern.)
Ihr Nachteil gegenüber pflanzlichen Ölen: Mineralöle haben nichts mit den Lipiden der Haut gemein, können deshalb nicht einziehen und liegen eher wie ein Schutzfilm auf der Haut.

Dann funkt die Haut SOS – und reagiert mit Rötungen, Schüppchen, Brennen, Pickelchen, schlimmstenfalls mit einer allergischen Reaktion. Ob Sie zu Allergien neigen, können Sie mit einem simplen Test herausfinden: Kratzen Sie sich etwas stärker an der Innenseite des Unterarms. Zeigen sich eher weiße als rötliche Spuren, haben Sie vermutlich eine Veranlagung, allergisch zu reagieren. Eine Allergie (außer die vom Soforttyp) tritt oft zeitverzögert nach frühestens 24 Stunden auf und steigert sich über die nächsten 48 Stunden noch. Eine Irritation hingegen zeigt sich schon bald nach Verwendung eines bestimmten Produkts und klingt auch schnell wieder ab.
 
Die folgenden Stoffgruppen (Details auf der Packung) lösen besonders häufig Unverträglichkeitsreaktionen aus:
 

Duftstoffe

Ob Bodylotion, Shampoo, Spülmittel, Kerzen, Kaufhäuser oder Autositze: Heute duftet fast alles. Dieser Geruchs-Overkill führt bei ein bis zwei Prozent der Bevölkerung zu Unverträglichkeiten und Allergien. Duftstoffe gelten neben Nickel als stärkste Kontaktallergene. Das gilt nicht nur für künstliche Duftstoffe, sondern auch für natürliche wie Eichenmoos, Zimtaldehyd, Citral (in Zitronen- und Orangenöl), Citronellol (in Rosen- und Geraniumöl), Eugenol (in Gewürznelken- und Zimtblätteröl) oder Geraniol (z.B. in Lavendel, Jasmin, Geranien, Rosen, Orangenblüten, Zitronenschalen). Falls Sie einen dieser Stoffe als Haut-Stressor im Verdacht haben: Steigen Sie eine Weile auf komplett duftstofffreie Kosmetik um.

 

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Autor:
Silke Amthor