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Hautkrankheit Ein Leben mit Rosacea

Mein Name ist Marina Müller (37) und ich habe vor einigen Jahren von meiner Rosacea- Erkrankung erfahren. Nachdem ich lange Zeit im Dunkeln tappte, konnte mir eine Dermatologin weiterhelfen. Sie erkannte meine Erkrankung und verordnete mir eine Therapie, die mir half, meine Rötungen und Pickelchen in den Griff zu bekommen. Heute akzeptiere ich die chronische Hauterkrankung und lasse mich auch nicht von ihr unterkriegen.
Frau mit schlechter Haut
Kurz vor meinem 32. Geburtstag zeigten sich für Rosacea typische, rote Pusteln auf Wangen und Stirn. Ich habe versucht auf eigene Faust eine Lösung zu finden und fing mit einer Ernährungsumstellung an. Das Vermeiden von Milchprodukten und künstlichen Zusatz- und Aromastoffen, sowie eine sonst ausgewogene Ernährung haben aber leider nicht geholfen. Auch das Weglassen und Austauschen meiner Gesichtskosmetik brachte keine Besserung der Symptome.
 

Die Suche nach der richtigen Diagnose

Mein Hausarzt nahm zunächst an, dass ich eine Allergie hätte und unterzog mich einem Allergietest. Dieser lieferte jedoch keine Ergebnisse. Ein anderer Arzt verschrieb mir eine Kortison-Salbe, die ich allerdings ablehnte. Ich wandte mich an einen Arzt für Innere Medizin, Naturheilverfahren und Homöopathie. Dieser machte ein erweitertes Blutbild, prüfte meine Urin- und Schilddrüsenwerte, konnte allerdings nichts feststellen. Auch die Therapie zur Stärkung meiner Darmflora brachte keinen Erfolg. Eines Tages bin ich über das Internet per Zufall auf das „rosazea.net-Diskussionsforum“ gestoßen. Dort habe ich einer Hautärztin im Chat meine Symptome geschildert. Sie vermutete, es könne sich um die Hauterkrankung Rosacea handeln. Eine chronische Erkrankung, die ich bis dato noch nicht kannte und die mir nichts sagte. Ich informierte mich eine Weile online – über Foren und Artikel – bis ich offline nach einer Lösung für meine Rötungen und einem Dermatologen suchte.
 

Los geht’s mit der Therapie

Als ich eine passende Dermatologin in meiner Nähe gefunden hatte, bestätigte diese leider die Vermutung der Online-Hautärztin. Zunächst behandelte sie mich einen Monat lang mit einer Creme mit dem Wirkstoff Erythromycin. Diese habe ich mir morgens und abends, dünn aufgetragen. Nach einer sichtbaren Verbesserung sollte ich eine andere Creme mit dem Wirkstoff Metronidazol anwenden. Diese Creme habe ich über 1,5 Jahre täglich abends aufgetragen. Wichtig war auch die regelmäßige Routine-Kontrolle bei meiner Hautärztin. Bei einer medizinischen Kosmetikerin habe ich mehrere Rosacea-Ultraschallbehandlungen bekommen, worauf sich die Haut praller und gesünder anfühlte. Auch meine Gesichtskosmetik habe ich mit der Zeit meiner Haut angepasst. Ich experimentiere mit ihr auch nicht mehr herum – denn dafür ist mir meine Haut zu kostbar!
 

Mein tägliches Leben mit Rosacea

Seitdem ich weiß, dass ich an Rosacea leide, habe ich meine Erkrankung akzeptiert und keine Angst mehr, dass ich regelmäßig einen Rötungs-Flush bzw. Pusteln bekomme. Ich habe Rosacea den Kampf angesagt!
Ich liebe meine Saunagänge und auch auf Sport möchte ich nicht verzichten – ich tue das, was mir gut tut. Nach einem Saunabesuch habe ich zwar gerötete und brennende Gesichtshaut, diese beruhigt sich allerdings bis zum nächsten Tag wieder. Auch Sport hat keinen direkten negativen Einfluss, solange ich mich wohl fühle. Ich habe rausgefunden, dass mein stärkster Trigger die Sonne ist. Dennoch gehe ich fast täglich meiner Gartenarbeit nach und somit auch in die Sonne, da die Arbeit im Garten mir und meiner Seele richtig gut tut. Sich vor der Sonne zu schützen ist natürlich trotzdem ein Muss. Ich nutze entweder einen textilen Lichtschutz bzw. einen schicken Gartenhut oder creme mich mit einem hohen LSF – meist 50 – ein.
 

Mein Rosacea-Tipp und persönliches Wundermittel

Mein persönliches Schönheits-Wundermittel ist ein Gesichtswasser aus Bio-Apfelessig und Wasser im Verhältnis 1:1, das ich schon lange nutze. Am Anfang habe ich es abends noch täglich (später alle 2 – 3 Tage) mit einem Wattepad im Gesicht aufgetragen. Am Morgen fühlt sich die Haut dann sehr gesund und weich an. Natürlich daran denken: Jede Haut reagiert anders auf solche Dinge und man sollte damit nicht die medizinische Therapie ersetzen!
Ich finde es wichtig, dass man sich in seiner Haut wohlfühlt und bei mir gehört nun mal Sauna und Sonne – also Gartenarbeit – zu einem schönen Leben dazu. Deshalb habe ich meiner Rosacea vor Jahren den Kampf angesagt und ich lasse mich von ihr auch nicht unterkriegen! Das Leben ist viel zu schön!
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