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Psychologie Gute Miene

Die gute Miene zum bösen Spiel schützt vor Stress, kann aber das Ansehen ramponieren

Lächeln hilft- nicht immer

Lächle, es könnte übler kommen, rät der Volksmund. Zu Recht, meint US-Psychologin Sarah Pressman von der University of Kansas. Sie ließ Freiwillige auf Essstäbchen beißen und bat sie, zu lächeln oder neutral zu gucken. Parallel sollten sie Stresstests bewältigen. Ergebnis: Wer gute Miene machte, hatte weniger Stress und seltener ungesundes Herzrasen. „Lächeln Sie also, wenn Sie mal wieder im Stau stehen“, rät Pressman. Sitzen wir aber nicht allein im Auto, wirkt Dauergrinsen eher negativ, warnt Timothy Ketelaar von der New Mexico State University: „Es beeinträchtigt unser Image.“ Er legte Probanden Fotos von Models vor, die für teure beziehungsweise günstige Marken warben. Bei den billigen glaubten die Teilnehmer deutlich häufiger, dass die Models lächelten. Heißt: Wer vor anderen (zu) oft lächelt, gilt schnell als gefallsüchtig, unterwürfig und anbiedernd.

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