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Das Umtauschrecht

Der raffinierteste Trick der Mode-Industrie

Umtauschrecht

Manche Kleider haben magische Kräfte: „Nimm mich mit – kannst mich ja zurückbringen”, flüstern sie. Und tatsächlich, der raffinierteste Trick der Industrie funktioniert: Das Umtauschrecht verführt dazu, zu viel zu kaufen. Warum? Wer seine Beute zurückträgt (ca. 50 Prozent tun das), muss noch mal in den Shop und entdeckt garantiert ein neues Beutestück. Oder zwei. Oder drei.

Die meisten Versand- und Kaufhäuser bieten die Möglichkeit des Umtauschs an. Wie und unter welchen Bedingungen der Umtausch ermöglicht wird, sollte man als Kunde vor dem Kauf erfragen. Denn: Ein generelles Recht auf Umtausch gibt es nicht.

Gängig sind vor allem die folgenden Umtauschregeln:

1. Rückgabe der Ware gegen Geld: Bedeutet für den Käufer praktisch einen Kauf ohne Risiko. Insbesondere bei Versandhäusern ist diese Möglichkeit der Rückgabe üblich. Wenn die bestellte Ware nicht gefällt, kann sie unter Berücksichtigung der Rücksendefrist, ohne Angabe von Gründen zurücksenden.

2. Umtausch gegen Warengutschein: Der Kunde wird den unerwünschten Fehlkauf wieder los, bekommt aber sein Geld nicht wieder, sondern einen Wertgutschein. So ist der Kunde gezwungen, für das einmal ausgegebene Geld etwas anderes zu kaufen.

3. Umtausch: Eine Möglichkeit mit wenig Spielraum. Hier haben Sie nicht die Möglichkeit, im gleichen Kaufhaus von der Modeabteilung in die Kosmetikabteilung zu wechseln. Denn: Der Händler räumt dem Kunden nur das Recht ein, den gekauften Gegenstand gegen einen gleichen mit anderer Farbe oder leicht geänderter Ausstattung zu tauschen.

Es ist Hilfreich sich vor dem Kauf jeweils genau zu erkundigen, welche Bedingungen der Händler für den Umtausch vorschreibt. Denn wie gesagt: der Gesetzgeber verprichtet den Händler nicht zum Umtausch

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