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Vom Träume erfüllen

Manchmal erfüllen wir uns einen Traum, krönen wir uns selbst: Es macht uns stark, glücklich, offener für Neues. Drei Frauen berichten, wie es sich anfühlt, die Königin zu sein.

Krone

Einmal im Leben auf der Bühne stehen, eine Boutique in Paris eröffnen, um die Welt reisen, einen Fallschirmsprung wagen, einen Berg besteigen, einen Marathonlauf durchstehen – jeder von uns hat Träume. Manche sind größer, andere kleiner. Aber darauf kommt es nicht an. „Träume wirken wie ein Motor“, sagt Coach und Beraterin Bettina Schmieder aus Seehausen. „Und wenn wir einen Traum verwirklichen, ist das ein echtes Erfolgserlebnis. Dieses Gefühl macht uns stark und ermöglicht weitere Veränderungen in anderen Lebensbereichen.“ Das hört sich doch gut an. Wieso bleiben dann trotzdem so viele beim „Eigentlich würde ich gern …“ stehen?

Träume wahr zu machen erfordert auch etwas Mut

Die Antwort ist unbequem: Seine Lebensträume aufzuspüren und umzusetzen erfordert Einsatz, Mut und Ausdauer. „Die meisten Träume scheitern nicht, weil sie unerfüllbar sind“, sagt Diplom- Psychologin Angelika Gulder aus Hofheim. „Sie scheitern, weil viele Menschen zu bequem sind und sich ständig sagen, warum etwas sowieso nicht geht, statt sich zu fragen, wie es gehen könnte.“ Im Klartext: Wer Träume wahr machen will, muss als Erstes raus aus der Hängematte seiner Gewohnheiten. „Das klappt nur, indem wir uns systematisch mit uns selbst auseinandersetzen“, ermuntert Gulder.

Die Schichten der Persönlichkeit

Dabei hilft es, sich die eigene Persönlichkeit wie eine Zwiebel vorzustellen. Ihr Innerstes ist das, was Psychoanalytiker „Wesenskern“ nennen. In ihm ist unser gesamtes Potenzial angelegt. Durch Erziehung, Prägungen und Erfahrungen legt sich jedoch Schicht für Schicht um den Kern, bis wir ihn kaum noch spüren. Nur wenn wir diese „Lebens-Lagen“ behutsam abtragen, erkennen wir, was unsere Seele wirklich vermisst, wovon sie träumt. In Ruhe zu suchen lohnt sich. „Es gibt nie nur den einen Traum X, und wenn ich den umsetze, ist mein Leben gut“, so Gulder. „Es kommt darauf an, sich alle Bereiche des Lebens anzuschauen, z.B. Partnerschaft, Beruf, Wohnort, Familie, und sich bei jedem zu fragen: Wie erfüllt fühle ich mich in dem Feld auf einer Skala von eins bis zehn?“ Alles, was im unterem Mittelfeld landet, also bei drei bis vier, ist zum Herumspinnen freigegeben. „Für diese Lebensbereiche sollten Sie jeweils drei unterschiedliche Träume entwickeln, die mehr Erfüllung versprechen“, rät Gulder.

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Autor:
Claudia Steiner