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Entscheidung Veränderung im Job

Unzufriedenheit, Abenteuerlust, Sehnsucht nach Neuem - die Gründe für eine berufliche Veränderung sind vielseitig. Vor allem Frauen verspüren diesen Drang, noch einmal andere Wege zu beschreiten. Wir haben Coach Andrea von Schröder getroffen und nachgefragt. 

Veränderung im Job

Vital.de: Gibt es bestimmte Anzeichen dafür, dass ein Jobwechsel sinnvoll wäre?
Andrea von Schröder: Das ist sehr individuell. Manche Frauen sind sensibler, andere können schwierige Situationen länger aushalten und warten erst einmal ab. Vor allem kommt es auf die Lebensmotive der einzelnen Frauen an, die sich natürlich stark unterscheiden.

 

Wie hoch muss der Leidensdruck werden, bis Frauen handeln?
Generell entseht der Wunsch nach Veränderung immer aus einem gewissen Leidensdruck heraus. Oft stellen Frauen aber einfach fest, dass das, was sie tun, keinen Sinn mehr für sie ergibt. Was auffällt ist, dass viele Frauen zwischen 35 und 50 das Bedürfnis haben, sich zu verändern.

 

Was hilft, um sich zu motivieren?
Der erste Schritt ist, die Krise zu akzeptieren, um dann nach Lösungen zu suchen. Dafür kann es hilfreich sein, mit Menschen zu sprechen, die ähnliche Situationen erlebt haben. Entscheidend ist, nicht damit alleine zu bleiben. Aber auch konkrete Ziele zu formulieren, ist wichtig. Man braucht greifbare, selbst gestaltbare Ziele und einen Zeitplan mit kleinen realisierbaren Etappen.

 

Einen guten Zeitpunkt für eine Veränderung – gibt es den?
Ein guter Zeitpunkt ist immer dann, wenn man sagen kann "Jetzt fühle ich die Kraft, zu gehen".


Wie gehe ich vor, wenn ich überhaupt nicht weiß in welche Richtung ich gehen möchte?
In so einem Fall ist ein Blick von außen sehr gut. Dafür gibt es zum Beispiel Coachings. Aber man kann auch mit Freunden sprechen. Die können mit einem gemeinsamen Brainstorming helfen, Wege zu finden, an die man selbst gar nicht gedacht hat. Wichtig ist, sich zu erlauben, sich breit aufzustellen und den Kopf für das ganze Spektrum an Möglichkeiten zu öffnen.

 

Wie finde ich meine „Berufung“? Gibt es einen bestimmten Weg - auch ohne Coaching?
Auch hier ist es gut, mit anderen Menschen zu sprechen. Oder aber man ist sein eigener Coach und berät sich selbst als sein bester Spezialist. Es gibt eine sehr gute Methode, bei der man sich selbst einen Brief schreibt. Man wird sozusagen sein eigener Berater, indem man festhält, was die eigenen Stärken und Kompetenzen sind und auch Lösungsempfehlungen gibt. Oft bringt ein Gespräch mit Eltern und Geschwistern neue Erkenntnisse. Ganz Mutige können auch Leute auf der Straße ansprechen. Sie fragen: "Was glauben Sie, was ich machen könnte?". Das erfordert Mut, aber man bekommt tolle Eindrücke und neue Perspektiven.

 

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