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Balance: Psychologie Dem Leben eine neue Richtung geben

Von der ersten vagen Idee bis zum großen Ziel - diese 10 Übungen helfen Ihnen beim Planen und halten Sie auf Kurs. Im Prinzip stellen sie einen Kreislauf dar, in den Sie immer wieder einsteigen können. Nur zu!
Übungen zum Planen und Verwirklichen

1 Auf Fantasiereise gehen

Klar, Sie möchten sich weiterentwickeln. Aber wohin? Erstellen Sie auf einem großen Bogen Papier eine bunte Collage. Lassen Sie sich von folgenden Fragen leiten: Wovon habe ich schon immer geträumt? Welche Aktivitäten faszinieren mich besonders? Worin verliere ich mich? Was möchte ich einmal ausprobieren? Wen bewundere oder beneide ich? Ordnen Sie Ihre Ideen, z. B. mit unterschiedlichen Farben. Erkennen Sie einen „roten Faden“? Wählen Sie zwei Ideen aus, die Ihnen am wichtigsten sind. Fassen Sie sie jeweils in einem kurzen Motto zusammen, etwa so: "Mir ist es wichtig, dass ..."

 

2 Hitliste meines Lebens

Sie haben es lieber kurz und knackig? Dann können Sie Ihren Ausgangspunkt auch mit dieser Übung bestimmen: Gehen Sie die wichtigsten Bereiche Ihres Lebens durch (etwa Familie, Partnerschaft, Beruf, Finanzen, Gesundheit usw.). Wie zufrieden sind Sie mit den einzelnen Punkten (0 = „überhaupt nicht“ bis 10 = „alles bestens“)? Wo ist Ihre Unzufriedenheit am größten? Warum? Listen Sie möglichst konkret alles auf, was nicht so ist, wie Sie es sich gerade wünschen. Welche beiden Punkte möchten Sie als Erstes ändern? Formulieren Sie für jeden ein Motto, etwa so: „Mir ist wichtig, dass ...“ Notieren Sie sich Wünsche und Ideen, die Sie schon jetzt dazu haben.

 

3 Flexibler werden

Unser Gehirn liebt Gewohnheiten und sträubt sich gegen jede Veränderung. Versuchen Sie deshalb einmal in der Woche etwas zu tun, was absolut nicht zu Ihnen passt. Zum Beispiel: Nehmen Sie beim Essen das Besteck seitenverkehrt in die Hände. Sprechen Sie auf dem Weg ins Büro jemanden freundlich in der S-Bahn oder im Bus an und machen Sie ihm ein ehrliches Kompliment. Bringen Sie einer Kollegin einen ungewöhnlichen Blumenstrauß mit. Oder bitten Sie Ihren Partner oder eine Freundin, Ihnen ein "verrücktes" T-Shirt zu kaufen - tragen Sie es in Ihrer Freizeit. Keine Angst, niemand wird Sie auslachen. Menschen bevorzugen vielmehr kreative, offene Mitmenschen.

 

4 Ich liebe mein Leben

Nehmen Sie sich für diese Übung mindestens 10 Minuten Zeit. Sie brauchen einen Stift und ein paar Blatt Papier. Schreiben Sie als Anfang folgenden Satz: „Es ist ... (den aktuellen Monat eintragen, z. B. Januar) ... (das aktuelle Jahr plus drei eintragen, also 2018) – und ich liebe mein Leben! Es bietet mir alles, was ich mir immer gewünscht habe.“ Und nun schildern Sie, wie und was das in Zukunft genau ist. Schreiben Sie möglichst, ohne abzusetzen. Alles darf sein. Geraten Sie mal ins Stocken, verwenden Sie noch mal den Satz: „Ich liebe mein Leben!“, um sich wieder mit diesem wunderbaren, begeisternden Gefühl zu verbinden.

 

5 Erfolge verbuchen

Viel zu selten halten wir uns vor Augen, was wir schon alles erreicht haben. Tun Sie es jetzt! Denken Sie an Ihre Schulzeit, Ihre Ausbildung, Prüfungen usw. Aus welchen Niederlagen gingen Sie gestärkt hervor? Was haben Sie bislang unternommen, um Neues zu lernen? Was spornte Sie an? Welche Gedanken gaben Ihnen Kraft? Schreiben Sie solche „Mutmacher“ auf ein Blatt Papier. Sie helfen Ihnen weiter, wenn Hindernisse auftauchen, Ihnen die Ideen ausgehen oder die Motivation nachlässt.

 

6 Ziele formulieren

Angenommen, eines Ihrer zwei Mottos (aus Übung 1 oder 2) lautete: „Mir ist es wichtig, in meiner Freizeit meine kreativen Hobbys umzusetzen“, könnte Ihr erstes smartes Ziel (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminbezogen) z. B. heißen: „Sonntags will ich zwei Stunden für mich sein und im Wintergarten malen.“ Schauen Sie sich jetzt Ihre beiden persönlichen Mottos an und wandeln Sie sie schriftlich (z. B. auf Karteikarten) in zwei smarte Ziele.

 

7 Ein bisschen Erbsenzählerei

Studien zeigen: Je konkreter und klein­ schrittiger wir planen, desto erfolgreicher sind wir. Zerlegen Sie Ihr Vorhaben in Teilziele. Nehmen Sie sich pro Tag 15 Minu­ten Zeit: Was ist heute der nächste Schritt? Sie wollen sonntags im Arbeitszimmer malen (siehe Übung Nummer 6)? Dann brauchen Sie Farben, Pinsel, Papier, eine Staffelei. Um welche Uhrzeit wollen Sie malen? Wer könnte dann noch ins Arbeits­zimmer wollen? Halten Sie alle Einzel­heiten schriftlich fest. „Gedanken, die auf einem Zettel stehen, können wir leichter loslassen“, sagt Psychologin Lisa Lyssenko.

 

8 Klippen vorausahnen

Ihr Vorhaben durchkreuzt bestimmt die Pläne anderer Menschen; sie reagieren irritiert, wollen Sie zurückhalten. Durch­ denken Sie solche Konsequenzen schon jetzt. Zum Beispiel: Sie wollen malen, aber: Ihr Mann braucht das Arbeitszimmer. Ihre Mutter ruft an. Sie sind zu müde. Ihnen fällt kein Motiv ein. Draußen scheint die Sonne. Je mehr Klippen Sie frühzeitig erkennen, desto leichter können Sie sie umschiffen, wenn sie wirklich auftauchen.

 

9 Neue Ideen sammeln

Ihnen fällt der Schritt partout nicht ein (siehe Übung 7)? Dann überlegen Sie doch mal, wie eine andere Person Ihr Problem lösen würde, z. B. ein Steinzeitmensch, Simone de Beauvoir, George Clooney, der Dalai Lama oder Ihr Nachbar oder Ihre Nachbarin. Auch ein anderer Lebensraum oder eine andere Epoche beflügeln das Denken: Wie sähe Ihr Problem etwa auf dem Mond aus? Wie wäre Ihre Situation im Jahr 2050 oder in der Antike? So finden Sie bestimmt Antworten.

 

10 Sich selbst belohnen

Rückschläge und Stolpersteine frühzeitig einzuplanen ist wichtig (siehe Übung 8). Vergessen Sie aber nicht, (Teil-­)Erfolge zu feiern. Zum Beispiel: Obwohl Sie vergange­nen Sonntag total müde waren, haben Sie trotzdem eine Stunde an Ihrem neuesten Bild gemalt. Belohnen Sie sich dafür! Wie wäre es mit einem Duftbad oder einer DVD? Tipp: Erzählen Sie es Ihren Freunden, evtl. auch den Facebook­ oder Twitter­-Kontakten. Soziale Netzwerke helfen sehr, neues Verhalten aufzubauen.