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Sympathie und Antipathie

Klar, es „klickt“ und funkt nicht immer und mit jedem. Aber es lohnt sich, die Chancen zu erhöhen.

Paar

Faktor 1:
Verletzlichkeit Ein sehr starker „Klick“-Kick. Studien belegen, dass unser Gehirn darauf ausgelegt ist, eine emotionale Bindung zu anderen zu suchen. Wer sich öffnet, Gefühle zeigt und Persönliches preisgibt, findet schnell einen engen Draht zu seinem Gegenüber. Tipp: Nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen! Lieber allmählich vom allgemein Menschlichen zum sehr Persönlichen übergehen.

Faktor 2:

Nähe Auf den Meter kommt es an. Nähe schafft Anziehung, Attraktivität und Sympathie. Besser also, man hält sich, z. B. auf einer Party, in der Nähe der Person auf, die man gern kennenlernen möchte, statt vom anderen Ende des Raums herüberzuschielen. Tipp: Je öfter man eine Person bewusst oder unbewusst wahrnimmt, desto sympathischer wird sie.

Faktor 3:
Präsenz Das heißt: dem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit wid- men. Zulassen, dass alles andere unwichtig wird. Tipp: Handy weg und volle Konzentration auf das, was man selbst sagt und das, was der/die andere erzählt.

Faktor 4:
Ähnlichkeit Gemeinsamkeiten wirken wie ein Magnet. Mit dem Suchen nach Parallelen rollen Sie dem „Klick“ einen roten Teppich aus. Tipp: Herkunft, Hobbys, Musikgeschmack, Lieblingsessen – was es auch sein mag, schon eine Kleinigkeit genügt, um eine erste intensive Verbindung entstehen zu lassen.

Faktor 5:
Sicherheit Wer jemanden für ein gemeinsames Projekt gewinnen will, ob geschäftlich oder privat, sollte eine Umgebung schaffen, die dem „Kandidaten“ ein sicheres und gutes Gefühl vermittelt. Das stimmt ihn positiv. Tipp: An diesem Ort sollten sich alle Beteiligten wohlfühlen, etwa die gemeinsame Lieblingsbar (siehe Faktor 4). Der Treffpunkt entspricht einem idealen Nährboden, auf dem eine intensive, vertrauensvolle Beziehung wachsen kann.

 

"Klong!“ – das passt gar nicht

Was in die eine Richtung klappt und oft ein Leben lang verbindet, funktioniert auch andersherum. Statt „klick“ macht’s dann „klong“, und wir wissen nach zwei Sekunden: Mit uns beiden, das wird nichts. Niemals!

Die schlechte Nachricht: „Auch Antipathie ist fast immer ein unumkehrbarer Zustand“, sagt Kommunikationspsychologe und Sympathie-Forscher Dr. Frank Naumann. „Wenn die charakterlichen und weltanschaulichen Differenzen zu offensichtlich sind, wir uns mit jemandem auf der ,falschen Welle’ fühlen, kann man das eigentlich nur hinnehmen.“

Jetzt die gute Nachricht: „Gerade im beruflichen Umfeld schaffen es die meisten, trotz fehlender Sympathie miteinander auszukommen“, sagt Naumann. „Sie sparen persönliche und emotionale Berührungspunkte aus und konzentrieren sich auf rein fachliche Dinge.“ Dann werden ausschließlich „realitätsbezogene Äußerungen“ ausgetauscht, die rein informativ sind und bei denen keine persönlichen Ansichten durchschimmern.

In diesen Situationen kommt es besonders schnell zum „Klong“:
* schlechte Laune beim ersten Kontakt (ernstes Gesicht).
* Wenn man dem anderen keine Fragen stellt, passiv verschlossen ist oder ausschließlich von sich erzählt.
* (zu) lautes und aufdringliches Auftreten.
* Wenn das Gespräch sofort auf kontroverse Themen gelenkt wird oder auf eigentlich unwichtigen Details beharrt und darauf „herumgehackt“ wird.
* Ständiges Betonen von Meinungs- und Charakterunterschieden.
* Offensichtliches, unverhohlenes Misstrauen gegen alles und jeden.
* Wenn sich jemand dem anderen gegenüber distanzlos verhält, sich selbst aber nicht in die Karten schauen lässt.