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Hilfe annehmen Stark ist, wer sich helfen lässt

Wann und zu wem sollte man einfach mal „Ja, danke, ich freu mich über deine Hilfe“ sagen?

In der Beziehung zum Partner
Man kann nach einem Zehnstundentag im Job natürlich schnell noch zum Getränkemarkt düsen oder sich bei der Schwiegermutter nach dem Befinden erkundigen. Klüger wäre es, mit Philipp oder Paul eine klare Aufgabenteilung zu vereinbaren: Teamwork entlastet und schweißt zusammen.

In Extremsituationen zu Freunden
Wer in der Probezeit die Kündigung erhält oder mit Bandscheibenvorfall in der Klinik landet, muss nicht die Heldin spielen. Wenigstens die engsten Vertrauten dürfen wissen, dass die Enttäuschung riesengroß ist und Trost-Besuche willkommen sind.

Zu wohlhabenden Eltern, wenn es um Geld geht
Warum in der zu kleinen Mietwohnung bleiben, wenn Mama und Papa anbieten, den Kredit fürs Eigenheim zu finanzieren? Falscher Stolz erschwert das Leben. Zugreifen, solange das Angebot steht!

Zur besten Freundin, wenn Entscheidungshilfe gefragt ist
Das brandneue Date ist zwar charmant und attraktiv, lässt sich aber von vorne bis hinten bedienen, lästert über jedes Gramm zu viel und zahlt nur sein eigenes Getränk. Besser Rat bei der Freundin einholen, statt sich die scheußlichen Macken schönzureden.

Zu Fachleuten, wenn man sich selbst nicht mehr helfen kann
Erschöpfung, Panikattacken, Beziehungsstress? Gespräche mit Psychotherapeuten sind nicht mehr und nicht weniger als ein erster Schritt aus dem Teufelskreis. Das Eingeständnis erfordert Mut, bringt langfristig aber mehr als die geleerte Weinpulle.

Im Alltag von Fremden
Man kann den Kinderwagen natürlich auch allein die Treppen zum Bahngleis runterschleppen und die neuen IKEA-Möbel vor dem Auto stehen lassen, weil man sie allein nicht hochheben kann. Schlauer: Den netten Kerl vom Nebenparkplatz um Hilfe bitten und mit einem Lächeln „Danke!“ sagen.