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Psychologie Das ABC des Glücks

Das Leben ist kein Wunschkonzert? Doch! Oft verlassen uns aber Mut oder Motivation. Für solche Momente erfand die psychologische Beraterin Su Busson ein Alphabet für die Seele. Jeder Buchstabe hilft, kleine wie große Träume wahr zu machen – und führt uns zu kraftvollen Antworten auf die Frage: Was will ich wirklich?
Glücksbringer Kleeblatt und Hufeisen

A wie Anfang

Bevor Sie überlegen, was Sie in Ihrem Leben än­ dern wollen, beherzigen Sie drei einfache Regeln: 1. Vieles in Ihrem Alltag läuft bereits richtig, kit­ ten Sie nichts, was nicht kaputt ist. 2.Was gut läuft, fühlt sich auch gut an. Tun Sie’s öfter. 3. Was fehlt oder falsch läuft, kostet Kraft. Wo diese Energie­räuber lauern, verrät Ihnen diese Übung: „Träumen wie ein Kind“: Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit. Fragen Sie sich: was will ich sein, tun, erreichen, besitzen, erschaffen oder anderen geben? Partnerschaft, Freunde, Familie. Beruf, Freizeit, Gesundheit, Finanzen - lassen Sie nichts aus. Notieren Sie alle Wünsche, die Ihnen einfallen. Sammeln Sie auf einem neuen Blatt die Wünsche, die Ihnen für die nächsten zwölf Monate am wichtigsten sind. Überlegen Sie: Was kann ich selbst aktiv dafür tun? Planen Sie zum Schluss vier konkre­te Schritte, die Sie heute, morgen, übermorgen und überübermorgen unternehmen wollen.

B wie Begeisterung

Erinnern Sie sich an A, ("Was gut läuft, fühlt sich auch gut an. Tun Sie es öfter? ") Darum geht es hier. Was bringt Ihre Seele zum Leuchten? Welche Tätigkeiten, Menschen, Orte, Tiere, Themen usw. begeistern Sie? Schreiben Sie alle Ihre großen und kleinen Kraftquellen auf.

C wie Check

Ausgangspunkt und Ansporn zugleich: Kreuzen Sie an, wie zutreffend diese zwölf Aussagen Ihre jetzige Situation beschreiben. Treffen Sie nicht oder kaum zu (1 bis 3 auf der Skala), erfahren Sie ganz rechts, welche Buchstaben Ihnen weiterhelfen. Trifft eine Aussage zu (4 bis 5 auf der Skala), wissen Sie, dass die dazu­ gehörigen Buchstaben für Sie im Moment nicht (mehr) so wichtig sind. Tipp: Kopieren Sie den Test zwölfmal und füllen Sie ihn in den nächsten Monaten etwa alle vier Wochen erneut aus, um festzustellen, was sich durch die Arbeit mir dem Abc verändert hat. Den Test zum Download finden Sie unten auf der Seite. 

D wie Dankbarkeit

Das Abc soll Ihnen helfen, in den nächsten zwölf Monaten einige Herzenswünsche zu verwirklichen. Doch vieles passiert nicht von heute auf morgen. Sie brauchen Geduld, müssen Rückschläge aushalten. Deshalb ist es wichtig, all die Dinge, die bereits gut laufen, nicht aus den Augen zu verlieren. Sich dafür regelmäßig bewusst zu bedanken, macht glücklich und setzt neue Energie frei.
 
Übung „Dankbarkeitsritual“: Nehmen Sie sich jeden Abend ein paar Minuten Zeit. Überlegen Sie: Was hat mich heute gefreut und vorangebracht? Wem möchte ich danken? Für welche Selbstverständlichkeit bin ich dankbar? Schreiben Sie Ihre Antworten auf, z. B. in eine Art Tagebuch. Es kommt nicht darauf an, für möglichst viele Dinge Danke zu sagen. Empfinden Sie heute nur für eine Sache oder ein Erlebnis tiefe Dankbarkeit, ist das völlig okay.
 

E wie Eigenverantwortung

Es fühlt sich toll an, von Menschen, die Ihnen wichtig sind, ein Lob zu bekommen, wenn Sie ein Ziel erreichen oder Sie von Ihren Plänen erzählen. „Doch wenn wir davon unser Sein und Handeln abhängig machen, zahlen wir einen hohen Preis“, so Su Busson. „Bestenfalls fühlen wir uns sicher in einem Leben, in dem wir nicht glücklich sind.“
Schlimmstenfalls setzen Sie keinen Ihrer Pläne um, weil Sie befürchten, Ablehnung zu erleben. Wie „die anderen“ auf Ihr Verhalten reagieren, können Sie jedoch nicht wissen. Sie selbst müssen Verantwortung übernehmen.
 
Übung: Wer oder was genau hindert Sie daran, eigenverantwortlich zu handeln? ( H+M). Gehen Sie ihre Wunschliste noch einmal durch (A). Wofür brauchen Sie Hilfe? Was kriegen Sie notfalls alleine hin? Bedenken Sie: Kaum jemand reagiert aus Böswilligkeit negativ auf ihre Pläne. Vielmehr befürchten ihre Mitmenschen genau wie Sie, dass Ihre Vorhaben ihr Verhältnis verändern könnten. Sie wollen Sie nicht verlieren. Schön, das zu wissen, oder?
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Autor:
Stephan Hillig