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Psychologie 7-Punkte-Plan für mehr Mut

Ja, Sie können es schaffen, sich mehr zuzutrauen. Unser Aufbauplan erklärt, wie Sie zu mehr Courage finden und in sieben Schritten mehr Mut entwickeln.

Frau mit Fahrrad

1. Tankstelle für mehr Selbstvertrauen

So geht’s: Um mutig zu sein, muss man zu sich selbst stehen. Dafür benötigen Sie einen Überblick über Ihre Stärken – und Schwächen. Zeit für eine ehrliche Bilanz. Damit Sie Ihr Selbstbild im wahrsten Sinn vor Augen haben, schreiben Sie Folgendes auf:

  • Das ist meine Stärke 
  • Potenzial habe ich bei … 
  • Das ist meine Schwäche 

Das bringt´s: Nach dieser Übung können Sie unbeschwert den Blick auf Ihre Potenziale lenken. Versuchen Sie auch Ihre Schwächen als einen Teil Ihrer Persönlichkeit zu akzeptieren, der noch Potenzial hat. Wenn Sie nun an Ihre Stärken denken, können Sie die positive Wirkung fürs Selbstvertrauen genießen.

 

2. Das Traum-Ritual

So geht´s: Auf Ihrem Weg in die Mutzone ist Träumen ein elementarer Prozess. Probieren Sie es aus! Spüren Sie in Ruhe Ihren Wünschen und Sehnsüchten nach. Etablieren Sie dafür einen festen Termin in der Woche und suchen Sie sich einen festen Platz aus. Lassen Sie sich von folgenden Überlegungen inspirieren:

  • Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann … 
  • Ich träume von … 
  • Es macht mich froh, wenn … 
  • Angenommen, ich wäre richtig mutig, dann würde ich … 

Das bringt´s: Wünsche und Ziele werden Ihnen bewusst. Damit können Sie sie in Zielbilder umformulieren und Stück für Stück realisieren.

 

3. Der Wunschzettel

So geht´s: Bestimmt ist es schon Jahre her, dass Sie zuletzt einen Wunschzettel geschrieben haben. Höchste Zeit, es wieder zu tun. Gestalten Sie Ihren persönlichen Wunschzettel, spontan und intuitiv. Nehmen Sie sich Zeit und schreiben Sie Ihre Herzenswünsche auf. Kopieren Sie den Wunschzettel und hängen Sie ihn an den Kühlschrank, über den Schreibtisch und stecken Sie eine Kopie in Ihre Handtasche.

Das bringt´s: Wie sollen wir Mut aufbringen für Dinge, die wir wieder vergessen? Als Kind haben wir uns schließlich auch die Mühe gemacht, aufwendige Wunschzettel zu basteln – und fest daran geglaubt, dass wir es schaffen und bekommen, was wir wollen.

Bea Engelmann: Willkommen in der Mutzone

Noch mehr zum Thema Mut erfahren Sie in dem Buch "Willkommen in der Mutzone" von Bea Engelmann, Carl Auer Verlag, 178 Seiten, 17,95 Euro

 

4. Der Mut-Verstärker

So geht´s: Wann immer Sie finden, dass Sie etwas Mutiges getan haben, notieren Sie es auf einen Zettel. Dazu reichen ein paar Stichworte, die Ihnen in Erinnerung rufen, welche Situation gemeint ist. Nehmen Sie ein schönes Glasgefäß und füllen Sie es mit Ihren „Mut-Verstärkern“. So wird Ihr Mut immer stärker sichtbar. Alternativ können Sie für jeden Mutbeweis auch eine Murmel hineinlegen.

Das bringt´s: Wenn Sie in puncto Mut zweifeln, dann schauen Sie auf das bereits Geschaffte. Nehmen wir an, Sie haben am nächsten Tag einen wichtigen Termin. Greifen Sie zum Glas und lesen Sie sich die einzelnen Zettel noch einmal durch.

 

5. Stärken aussprechen

So geht´s: Stellen Sie sich aufrecht hin. Zählen Sie laut und deutlich die Stärken auf, die Sie bei Übung 1 notiert haben. Üben Sie vor dem Spiegel, beobachten Sie, ob sich an Ihnen etwas verändert. Kommen Ihnen die Stärken flüssiger über die Lippen? Klingt Ihre Stimme überzeugend?

Das bringt´s: Wie oft machen wir uns bereitwillig klein? Aber wenn Sie Ihre Wahrnehmung nur in Richtung Ihrer Schwächen schulen, fällt es Ihnen schwer, das Potenzial der Stärken zu nutzen. Die Übung macht Ihnen Ihre Stärken bewusst.

 

6. Weg mit dem Teppich!

So geht´s: Statt mutig zu sein, kehren wir Träume, Ideen oder Konflikte unter den Teppich. Schluss damit! Reservieren Sie einen festen Tag im Monat für den Blick unter den Teppich. Tun Sie Folgendes:

  • Gehen Sie gedanklich die Situationen durch, in denen Sie nicht ganz ehrlich waren oder aus Angst vor einem Konflikt geschwiegen haben. Was hätten Sie zu befürchten gehabt, wenn Sie die Wahrheit gesagt hätten? 
  • Denken Sie an eine Situation, in der Sie ehrlich waren. Finden Sie ein Symbol, das Sie an diese Stärke erinnert. 
  • In der nächsten Konfliktsituation denken Sie einfach an dieses Symbol und sagen dann: „Ich sehe das anders! Meiner Meinung nach ist es …“ 
  • Seien Sie nicht zu streng mit sich. Beginnen Sie mit jemandem, bei dem Ihnen eigentlich nichts passieren kann. 

Das brint´s: Solange Sie Ihr Gegenüber nicht angreifen oder kränken, bleiben Sie sich treu, werden mutiger und müssen sich nicht vor dem zerstörerischen „Knall“ fürchten.

 

7. Forscher im eigenen Leben

So geht´s: Wenn Sie in einer Situation Mut brauchen, weil Sie befürchten, sich zu blamieren, probieren Sie folgendes Ritual aus: Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Forscherin in Ihrem eigenen Leben. Durch eine Forscherbrille blicken Sie auf diese Situation und beobachten sich selbst, als lägen Sie unter einem Mikroskop.

Das bringt´s: Durch den Wechsel in die sogenannte Meta-Perspektive nehmen Sie sich aus dem Geschehen und beobachten nur. Sie sind emotional nicht involviert und einfach neugierig. Gelingt Ihnen das, ist Ihr Interesse an der Situation größer als die Angst davor – Sie können klarer denken.

 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Interview mit Glückspsychologin Bea Engelmann.