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Interview Anja Kling "Ich bin ein Jahreszeitenfan"

Schauspielerin Anja Kling, 42, genießt die Sonne in Maßen. Wenn sie könnte, würde sie den Sommer trotzdem gern verlängern.

Anja Kling

VITAL: Trübe Tage, nasskaltes Wetter – Februar und März sind nicht gerade Wohlfühlmonate. Wie ist Ihre Stimmung zu dieser Jahreszeit?

Anja Kling: Meine Laune ist besser, wenn die Sonne scheint. Es muss gar nicht warm sein, ich mag auch Wintertage mit knackiger Kälte und blauem Himmel, ich bin ein Fan von Jahreszeiten. Ich würde sie nur gern anders aufteilen: Frühjahr ab Februar, Sommer ab Mai, ein goldener Oktober und zwei Monate schneereicher Winter – das wär’s.

MEIN VITALES GEHEIMNIS

„Mein vitales Geheimnis ist nicht unbedingt geheimnisvoll. Ich bin quasi ,gezwungen‘, mich jeden Tag an der frischen Luft zu bewegen, denn ich habe einen sehr freiheitsliebenden Hund. Spaziergänge in der Natur gehören also zu meinem Tagesablauf dazu und tun meinem Körper und meiner Seele unheimlich gut.“

Was tun Sie gegen winterlichen Blues?

Licht! Ich habe den ganzen Tag über Kerzen an, überall in der Wohnung brennen Lämpchen. Außerdem freue ich mich bewusst darüber, dass es jeden Tag ein klein wenig heller wird.

Sie sind in der DDR aufgewachsen, von kalifornischen Stränden konnten Sie damals nur träumen. Hat Sie das geprägt?

Weniger. Das ist, als wenn Sie heute einem Kind sagen, dass es nicht zum Mond fliegen kann – da wird es auch nicht in Tränen ausbrechen, einfach weil das eine Selbstverständlichkeit ist. Und wenn ich an unsere Sommerurlaube früher an der Ostsee denke, ist in meiner Erinnerung immer strahlendes Wetter. Obwohl meine Mutter erzählt, wir hätten oft wochenlang bei Regen im Zelt gesessen.

Die Sonne ändert ihr Image: In den achtziger Jahren war Grillhähnchen-Teint angesagt, in den Neunzigern verpönt, derzeit weisen Dermatologen verstärkt auf die positiven Effekte des Sonnenlichts hin. Wie stehen Sie dazu?

Sonne und Licht sind ganz wichtig, allerdings benutze ich im Sommer für mein Gesicht Lichtschutzfaktor 50. Wenn ich mich mal nicht genügend eincreme und es mit der Bräune übertreibe, finde ich mich gar nicht mehr hübsch.

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