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Portrait Hanna Handschuh „Ich will etwas bewegen“

Anna Handschuh, 31, macht sich als Marketing-Managerin einer „grünen“ Bank dafür stark, Geld zum Nutzen von Mensch und Umwelt einzusetzen. Damit beweist unsere Frau des Monats, dass man mit Geld effektiv und gleichzeitig fair arbeiten kann.

Anna Handschuh

Wenn sie sich am Wochenende Zeit für ihr „Leseritual“ nimmt, vergisst sie die Welt um sich herum. Den Rest der Woche setzt sich Anna Handschuh umso mehr für eine lebenswerte Zukunft auf dieser Erde ein: Die 31-Jährige arbeitet als Marketing- Managerin bei Triodos in Frankfurt, dem deutschen Ableger von Europas führender Nachhaltigkeitsbank. Ein ungewöhnlicher Posten für eine junge Frau mit einem Master-Abschluss in Kulturmanagement.

„Bank – das war für mich als Jugendliche gleichbedeutend mit der örtlichen Sparkasse“, gesteht sie. „Ich war zufriedene Kundin, aber in dem Feld zu arbeiten fand ich abwegig.“ Nach ihrem Studium zog es Anna Handschuh zunächst ins Marketing der Frankfurter Schirn-Kunsthalle, dann zum Naturkosmetikhersteller Speick. Heute entwickelt sie Strategien zur Einführung neuer Bankprodukte, aktuell der Triodos-eigenen Fonds und eines Girokontos.

Als biografischen Bruch sieht sie das keineswegs. Denn ein roter Faden zieht sich durch alle ihre Jobs: Arbeit muss Sinn machen und für andere einen Mehrwert schaffen. „Das Bankgeschäft ist der Blutkreislauf der Wirtschaft“, sagt Anna Handschuh. „Hier lässt sich jeden Tag Positives für Menschen und Umwelt bewirken.“ Vor allem wenn wie bei Triodos in erneuerbare Energien, Ökolandbau oder nachhaltige Immobilien investiert wird.