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balance: Beziehung Tolle Teams

Zwölf mehr oder weniger prominente Schwestern und Brüder erzählten uns, wie sich ihre Beziehung entwickelte. Einige sind sich nah, andere nicht so. Typisch Geschwister.
Sylviane und Enzo sind Restaurantbesitzer

Sylviane, 54, und Enzo Caressa, 51, aus Hamburg

„Wären wir keine Geschwister“, sagt Sylviane Caressa, „häen wir damals aufgegeben.“ Seit 2001 leitet sie mit ihrem Bruder das Restaurant „Au Quai“ im Hamburger Hafen. „Die anderen wundern sich noch immer, dass wir es so lange miteinander aushalten“, erzählt Enzo Caressa und lacht. Die anderen, das sind noch sechs weitere Geschwister, die in Frankreich leben. „Aber Enzo und ich sind die Leader, die Anführer“, sagt Sylviane. Dabei haen sie viele Jahre keinen Kontakt. Enzo wurde Gastronom wie der Vater, Sylviane arbeitete sich um die Welt. 1999 sahen sie sich wieder. „Heute muss ich Enzo nur angucken und weiß, was er denkt“, erzählt Sylviane und lacht.
 
Felix, heute 29, und Ameli Neureuther, heute 32
 
Rosi Miermaier und ihr Mann Christian Neureuther sind Legenden des Skisports. Zum ersten Mal seit 41 Jahren gewann Sohn Felix im Januar einen Weltcup-Riesenslalom für Deutschland. Und die Tochter? Ist lange aus dem „Ski-Ding“ raus. „Mit 16 wollte ich mein Ding machen“, erzählt Ameli Neureuther. Sie studierte an der Cambridge School of Arts, an der Modeschule Esmod, ist heute eine gefragte Modedesignerin und Malerin. Wie schon ihr Ururgroßvater Eugen Napoleon Neureuther. Ihren Erfolg erkennt Felix neidlos an: „Dieses Talent ist an mir komple vorbeigegangen.“

Laura, 30, und Johanna Kutter, 32, aus Stuttgart

„Den Plan, mal zusammen eine Firma zu leiten, haen wir überhaupt nicht“, erzählt Laura Kuer (im Foto rechts). Doch als sie und ihre „kleine“ Schwester – „Da geht‘s um Zentimeter“, betont Johanna Kuer und lacht – vor drei Jahren wieder in Stugart lebten, passte alles. Sie gründeten „tour de sens“, einen Reiseanbieter für sehende und sehbehinderte Touristen. Ihre älteren Schwestern Vivika, 42, und Amelie, 39, leben in Kiel und Berlin. „Wir haben alle ein tolles Verhältnis, aber Laura und ich waren einander immer näher“, erzählt Johanna. „Rollenmuster aus der Familie muss man sich bewusst machen“, sagt Laura. „Bei beruflichen Terminen dürfen wir uns eben nicht wie Schwestern behandeln.“
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