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leben Gemütliches Wohnen

Jetzt machen wir es uns wieder gemütlich, kuscheln uns in Decken. Da kommt der „Homing“-Trend gerade recht – er setzt auf Wärme, Behaglichkeit und Harmonie.

Tür schließen, durchatmen, Füße hochlegen. Die Welt, die sich scheinbar immer schneller dreht, kann draußen bleiben. In den eigenen vier Wänden sehnen wir uns nach Ruhe, Behaglichkeit, Sicherheit. Als „Cocooning“ etikettierten Trendforscher dieses Einspinnen zu Hause vor einigen Jahren. Inzwischen wuchs aus diesem Zeitgeist-Gefühl der „Homing“-Trend.

Gemeinsam zu Hause entspannen

Bei beiden geht es um Wärme, Harmonie und Gemütlichkeit, aber: „Beim Homing wird Häuslichkeit nicht als Fluchtpunkt verstanden, sondern als Gegenentwurf zur Leistungsgesellschaft. Diese Häuslichkeit wird geteilt mit anderen. Man trifft sich daheim zu gemeinsamen Aktivitäten wie Kochen und Essen“, sagt der Trendforscher Peter Wippermann vom Trendbüro Hamburg.
Im Unterschied zum Cocooning sitzen wir heute also nicht mehr allein zu Hause, sondern teilen das neue Wohngefühl mit Freunden. Gefragt sind darum Möbel mit sozialer Komponente: großzügige Lümmelsofas, offene Küchen, große Esstische, Bodenkissen und gemütliche Poufs sowie Kamine für einen Hauch Lagerfeuerromantik.

Harmonische Wohnumgebung

Doch bei aller Freundschaft: „In erster Linie sollte ich mich selbst in meiner Wohnung wohlfühlen, dann strahle ich diese Gelassenheit auch aus und kann mich besser auf Gäste einstellen“, betont die Einrichtungsberaterin Katrin Täubig (www.healinghomedesign.de). In Hamburg veranstaltet sie Workshops, die Titel tragen wie „Gestalte den Raum, der Dich glücklich macht“ oder „Kreativ in den eigenen vier Wänden“.
Die Nachfrage ist enorm, die Sehnsucht nach einem gemütlichen Zuhause scheint größer denn je. Täubig verwandelt bereits eingerichtete Räume in wohltuende Rückzugsorte. Typische Problemfälle: Wenn der Kunde trotz ausgesuchter Designmöbel ein diffuses Unwohlsein fühlt, im neu gestrichenen Schlafzimmer kein Auge zukriegt oder im Home-Office statt kreativer Gedankenfreiheit nur eiskalte Beklemmung spürt.

Täubig glaubt an die Resonanz zwischen Wohnung und Seele des Besitzers: „Alles, was uns umgibt, hat eine Wirkung auf uns.“ Das perfekte Einrichtungskonzept, bei dem sich Raumnutzung, Einrichtungsstil, Farbgestaltung und Lichtplanung ergänzen, orientiert sich immer an der Persönlichkeit des Bewohners.
Unabhängig von aktuellen Einrichtungstrends muss das Zuhause zum Charakter passen, soll „Harmonie schenken und nicht Energie rauben“, so Täubig.

 

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