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Großer Emotions-Test Welche Gefühle prägen mein Ich?

Sechs Fähigkeiten entscheiden über unsere seelische Stärke. Sie bilden den emotionalen Fingerabdruck, sagt eine neue Theorie aus den USA. Das Tolle: Wir können unseren „Gefühls-Typ“ verändern
Großer Emotions-Test

Man nehme ein Problem, lege es auf einen Tisch und setze vier Menschen drumherum. „Oh Gott, wie furchtbar“, jammert der Erste. „Darüber muss ich nachdenken“, grummelt der Zweite und zieht die Stirn in Falten. „Halb so wild“, sagt der Dritte, „das wird schon wieder.“ Der Vierte guckt nur ratlos in die Runde: „Ich sehe da überhaupt kein Problem.“

Dass jeder von uns eine eigene Welt im Kopf hat, wissen wir. Darum ist ein und dasselbe Glas für manche halb voll und für andere halb leer. Wie kommt das? Einer der führenden Hirnforscher, der Psychologe Richard Davidson von der University of Wisconsin in Madison/USA, hat darauf gerade eine verblüffende Antwort veröffentlicht. Seit mehr als 30 Jahren erforscht er unser Denkorgan, mit seinen Kollegen befragte er Tausende Freiwillige.
Das Ergebnis: Jeder von uns verfügt von Geburt an über sechs „emotionale Stile“, die sich in jedem Gehirn exakt verorten lassen und bei Hirnscan-Aufnahmen sogar unterschiedlich aufleuchten. Unsere Gene, unsere Erziehung und all das, was wir tagtäglich erfahren und bewältigen, bestimmen, wie stark oder schwach die einzelnen Stile in uns ausgeprägt sind. Das ist jedoch keine Einbahnstraße.
Jeder emotionale Stil für sich und alle zusammen beeinflussen wiederum, wie wir entscheiden, handeln, arbeiten, lieben, kurz: wie die Welt auf uns und wir auf sie wirken.
Davidson nennt die sechs Stile Resilienz, Grundeinstellung, soziale Intuition, Selbstwahrnehmung, Kontextsensibilität und Aufmerksamkeit. Gemeinsam bilden sie den „Gefühls-Typ“.

Ihren persönlichen Gefühls-Typ können Sie in unseren einzelnen Tests Schritt für Schritt entdecken. Sie verraten Ihnen jeweils, wie intensiv jeder der sechs Stile Ihr Ich prägt.
Das ist aber noch nicht alles: Ergibt der Fragebogen beispielsweise, dass Ihre Resilienz noch ausbaufähig ist, finden Sie in der Auswertung viele konkrete Tipps und Denkanstöße, die Ihnen dabei helfen. Sie lernen Ihren Gefühls-Typ also nicht nur genauer kennen, Sie können gezielt mehr aus ihm machen.

Wichtig dabei: Ruhe bewahren. Ein emotionaler Stil, der laut Test „schwächelt“, Sie aber nicht beeinträchtigt, darf so bleiben. Verändern Sie nur, was Sie verändern wollen. Viel Spaß!

 

Hier finden Sie die sechs verschiedenen Tests:

Resilienz: Wie schnell erhole ich mich von belastenden Erlebnissen?

Grundeinstellung: Wie lange kann ich schöne Gefühle erhalten?

Soziale Intuition: Wie genau verstehe ich Mitmenschen?

Selbstwahrnehmung: Erleben Sie Körper und Seele als eine Einheit?

Kontextsensibilität: Welche Rolle habe ich im Moment?

Aufmerksamkeit: Wie stark kann ich mich konzentrieren?