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Augen Eine neue Brille bitte

Zwei Drittel aller Deutschen können schlecht gucken. Zum Glück werden Brillengläser und -gestelle stetig verbessert. Jetzt angesagt: das individuelle Anpassen an Bedürfnisse und Situationen. VITAL verschafft Ihnen einen Überblick.

Brillen

Vielfahrerin

Ein Top-Sehvermögen ist das A und O für die Verkehrssicherheit. Wer eine Gleitsichtbrille trägt, kennt das Problem: schnelle Wechsel der Blickrichtung, etwa zwischen Navigationssystem (Nahbereich) und Straße (Fernbereich), ermüden die Augen. Für Kurz- und Weitsichtige gibt es jetzt speziell darauf abgestimmte Gläser: Die sogenannte EyeFit-Technologie von Zeiss berücksichtigt individuelle Bedürfnisse (mehr Infos beim Optiker). Hinter einer Nachtsehschwäche steckt oft eine leichte Kurzsichtigkeit um die –0,25 Dioptrien. Das kann ein Optiker oder Augenarzt prüfen. Falls Sie sich beim Autofahren schnell geblendet fühlen, nehmen Sie gelb getönte, superentspiegelte Gläser.

Naturfreundin

Draußen frische Luft tanken tut gut – aber bitte die Sonnenbrille nicht vergessen: Auch bei bedecktem Himmel gefährdet die UV-Strahlung die Augen. 20 Prozent der Fälle von grauem Star gehen darauf zurück. Vorbeugen können Sie mit farblosen Gläsern mit UV-Schutz (z.B. von Essilor), die zusätzlich vor den Strahlen schützen, die über die Rückseite des Glases ins Auge reflektiert werden. Tipp für Spaziergänger, die häufig zwischen dunkel und hell wechseln, etwa vom Wald auf die Wiese: selbsttönende Gläser, die sich sehr schnell anpassen (Rodenstock).

Sportbegeisterte

Bruchfest, strapazierfähig, zuverlässig: Sport, aber auch die Gartenarbeit im kommenden Frühling fordert einer Brille einiges ab. Moderne Herstellungsverfahren ermöglichen immer dünnere und bruchsicherere Gläser. Lästiges Blenden und störende Lichtreflexe können die sogenannten polarisierenden Gläser mindern. Mit denen sehen Brillenträger zudem besonders kontrastreich (z.B. „Dynamic Sphere“ von Hoya, „Skylet Sport“ von Zeiss). Alle, die beim Schwimmen kaum noch etwas erkennen, können sich eine optische Schwimmbrille in der individuellen Sehstärke anfertigen lassen.

Bildschirmarbeiterin

Schnelle Wechsel im Büro: Vom Monitor zum Papier, vom Papier zum Kollegen und wieder zurück – keine Frage, Büroarbeit strengt die Augen an. Die wurden vor Urzeiten eher dafür gemacht, über weite Flächen und Felder in die Ferne gucken zu können. Das beschert uns heutzutage im Job müde und brennende Augen, mitunter sogar einen Leistungsabfall. Fachleute empfehlen bereits ab dem 30. Lebensjahr und ab zwei Stunden Monitorarbeit täglich das Tragen einer Arbeitsplatzbrille – auch bei voller Sehkraft. Spezielle Anti-Ermüdungsgläser (z.B. „Hoyalux iD WorkStyle“ von Hoya, „Varilux Computer“ von Essilor) sollen die Arbeit am PC erleichtern.

Familien-Managerin

Gesucht: Durchblick für alle Lebensbereiche. Von der Küche in den Straßenverkehr, vom Computer in den Supermarkt: Wer in kurzer Zeit zwischen verschiedenen Umfeldern wechselt, braucht eine pflegeleichte Brille, die nichts übel nimmt. Praktisch: Eine spezielle Oberflächenbehandlung, die sogenannte Nanoperl- S-Beschichtung, macht die Gläser besonders schmutz- und wasserabweisend sowie abriebbeständig. Dank beschlagfreier Gläser (z.B. „Optifog“ von Rupp und Hubrach) stehen Sie auch beim Kochen oder Öffnen der Spülmaschine nicht im Nebel. Alternative: die neuen „FogFree“-Tücher von Rodenstock.

 

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