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Mut und Herz Wer wagt, gewinnt

Ohne Netz und doppelten Boden: Mit viel Mut und Herz umarmen diese fünf Frauen das Leben – und all seine Überraschungen.
Diese Frauen umarmen das Leben
Laura Dekker, 18, vollendete 2012 als jüngster Mensch eine Solo-Weltumsegelung
 
„Es ging mir bei meiner Reise nicht nur darum, einen Rekord zu setzen. Es war so viel mehr, das mich antrieb: Ich wusste, dass es mein Leben für immer verändern würde. Das war es, was ich wollte. Ich mochte nicht in eine Zukunft blicken, in der ich zu Hause sitze und nicht weiß, was ich studieren und mit meinem Leben anfangen soll. Zugegeben, der Trip war ein Risiko. Aber ein Risiko, das ich bereit war einzugehen. Weil ich wusste: Wenn ich die schwachen Momente durchstehe, werde ich gestärkt daraus hervorgehen.“ Tagebuchaufzeichnungen von Laura Dekker: „Ein Mädchen, ein Traum: Solo um die Welt“, Delius Klasing, 324 Seiten, 19,90 Euro.
 
Brigitte Mundt-Hemmerling, 56, leistete mehr als 1000 Frauen Geburtshilfe
 
„Meine Hauptaufgabe als Hebamme ist, einer schwangeren Frau Mut zu machen, an sich selbst zu glauben. Daran, dass sie die weibliche Fähigkeit zu gebären in sich trägt! Und ihrem eigenen Körper zu vertrauen, sich nicht beirren zu lassen in der festen Überzeugung, dass es möglich ist, selbstbewusst und aus eigener Kraft eine natürliche Geburt zu erleben.“
 
Miriam Höller, 27, Stuntfrau, Model und Moderatorin
 
„Seit meiner Kindheit teste ich meine Grenzen immer wieder aufs Neue aus. Habe ich eine Herausforderung gemeistert, beglückt es mich mit Stolz. War ich nicht erfolgreich, habe ich zumindest daraus gelernt. Daher finde ich es sehr wichtig, ein mutiger Mensch zu sein. Denn
über seinen Schatten zu springen macht das Leben doch erst spannend und lebenswert.“
 
Lucy Diakovska, 38, Pop- und Musicalsängerin
 
Lucy Diakovska
„Ich weiß, dass ich schon viele Men- schen ermutigt habe, offen mit ihrer Homosexualität umzugehen. Weil ich in erster Linie als positiver Mensch wahrgenommen werde und die Leute meine sexuelle Orientierung kaum interessiert. Für mich war das schon immer ganz selbstverständlich. Aber jeder hat eine andere Ausgangssituation, deswegen würde ich nie sagen: ,Mach das! Du musst dazu stehen, sonst lebst du eine Lüge!‘ So bin ich nicht. Wer aber den Mut aufbringt, ehrlich sich selbst gegenüber zu sein, wird mit Freiheit belohnt. Erst dann kannst du dich völlig öffnen: dir selbst, deinen Mitmenschen und dem Leben.“
 
Claudia Kloihofer, 49, Coach, Autorin und Gründerin des „Mutmachinstituts“
 
„Mut ist weiblich, so meine volle Überzeugung! Denn Mut bedeutet nicht nur, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden oder sein heldenhaftes ,Braveheart‘ zu beweisen. Für mich bedeutet Mut vor allem, in schwierigen Situationen seiner inneren Stimme zu vertrauen und ein Gefühl zu verstärken, das Geborgenheit vermittelt. Dieser weibliche Mut lässt uns wachsen und vertraut dem Prozess! Und unsere Angst verwandelt sich in Energie!“

 

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