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Cate Blanchett Mein Wohlfühlglück

Wie die australische Schauspielerin Cate Blanchett in Alltagsmomenten die schönsten Gefühle des Lebens findet.
Cate Blanchett

1. SEIN
Wenn die Zuschauer sich in der Theaterlobby nach einem provokativen Stück anschreien, statt steif herumzustehen. Als ich das zum ersten Mal erlebte, wusste ich, wo ich hingehöre. Meine Leidenschaft brennt für die Bühne.

2. SCHMECKEN
Für Parmesan-Zucchini-Fritten lasse ich je des Dessert stehen.

CATE BLANCHETT, 44
Als Schauspielerin hat sie 94 Preise gewonnen, darunter den Oscar (für ihre Rolle als Katherine Hepburn in „Aviator”), und Modedesigner lieben sie. In den letzten sechs Jahren leitete sie mit ihrem Mann, dem Drehbuchautor Andrew Upton, die Sydney Theatre Company. Danach wollte sich Cate ganz ihren Söhnen Dashiell, 12, Roman, 9, und Ignatius, 5, zu Hause in Sydney widmen. Aber dann schrieb ihr Woody Allen  Blue Jasmine” auf den Leib. Und George Clooney flog extra für einen Tag nach Australien, um sie für die weibliche Hauptrolle in seinem Film „The Monument’s Men – Ungewöhnliche Helden“ (ab 20.2. im Kino) zu gewinnen. Er sagt: Für keine andere hätte er das getan.



3. SEHEN
Der Anblick der „Twelve Apostles“-Felsen an der Great Ocean Road an der Südostküste von Australien hat mich schon als Kind ganz andächtig gemacht. Und jetzt geht es meinen drei Söhnen genauso.

4. FÜHLEN
Es gibt nichts Besseres als Akupunktur, wenn man sich ein bisschen schlapp fühlt. Ich lasse mich so oft wie möglich nadeln, das kurbelt die Durchblutung an

5. RIECHEN
Die Nacken meiner Söhne . Theaterkulisse. Bücher. Freesien. In dieser Reihenfol ge .

6. HÖREN
Wenn ich mich auf eine Rolle vorbereite, gehe ich in den Supermarkt bei mir um die Ecke und trödle zwischen den Regalen herum. Nirgendwo sonst hört man Leute so unbefangen sprechen – auch mit sich selbst

7. LESEN
Auf einem Silbertablett überreichte mir mein Mann F. Scott Fitzgeralds „Zärtlich ist die Nacht“ mit den Worten: „Du darfst nicht sterben, ohne das gelesen zu haben.“ Es geht darin um Beziehungen, kompliziert und fragil – aber es ist kein Liebesroman.

8. SAGEN
Seit Langem versuche ich, nach den Worten von „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“ zu leben. Denn die westliche Gesellschaft hat keine tröstliche Antwort auf Vergänglichkeit.