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Erfahrungsbericht einer lesbischen Frau Keine Angst vor Ausgrenzungen

Die 24-jährige Deborah Klein musste erst ihre Angst vor Ausgrenzung überwinden, ehe sie offen sagen konnte: Ja, ich bin lesbisch!
Keine Angst vor Ausgrenzung

„Dass ich anders bin als meine Freundinnen, wurde mir erstmals bewusst, als ich auf die Blicke meiner Französischlehrerin mit weichen Knien reagierte und knallrot anlief. Und als ich merkte, dass ich nichts empfinde, wenn ein Junge meine Hand hält und mir seine Liebe verspricht. Ich war ein Teenager und wollte auf keinen Fall zur Außenseiterin werden. Deshalb bin ich weiterhin zu Dates gegangen und habe mit Jungs rumgeknutscht, die mir nichts bedeuteten. Um mir anschließend einzureden, dass ich den Richtigen nur noch nicht gefunden habe und ich eines Tages beim Küssen das große Gefühl entdecken werde.

Doch irgendwann konnte ich mich nicht mehr selbst belügen. Es war ein bitterer und einsamer Moment, als ich mit 17 Jahren meinen letzten offiziellen Beziehungsversuch mit einem Mann beendete, weil ich wusste: So sehr du es dir auch wünschst, du wirst weder mit ihm noch mit einem anderen glücklich werden. Trotzdem fehlte mir jahrelang der Mut, mit meiner Familie und meinen Freunden über meine Andersartigkeit zu sprechen. Ich hatte Angst vor ihrer Enttäuschung und wollte auf keinen Fall nur noch auf meine sexuelle Orientierung reduziert werden. Und dann traf ich Chris. Ihre Liebe hat mir noch mehr Mut und Kraft gegeben, zu meiner Homosexualität zu stehen.

Heute will ich meine Liebe offen leben und mich nicht mehr verstecken, auch wenn noch immer viele Vorbehalte gegen die lesbische Liebe bestehen. Seit ich meine eigenen Vorbehalte überwunden habe, weiß ich auch, dass ich keine Rücksicht mehr auf die Skepsis manch anderer nehmen kann. Ich bin froh und dankbar, dass ich die Stärke habe, mich zu meinem persönlichen Weg und zu meiner großen Liebe zu bekennen.“