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Übungen 22 Glücks-Tipps

Folgende Übungen aus fünf Bereichen helfen Ihnen, das Glück „anzulocken“. Wählen Sie die aus, die am besten zu Ihnen passen, und wenden Sie sie möglichst oft an. 

Glücks-Tipps

Empathie

Egal, welche Forscher man fragt: Dass soziale Beziehungen einer der wichtigsten Schlüssel zum Glück sind, gilt heute als Konsens. „Wer über ein großes soziales Netzwerk verfügt, lacht häufiger und übersteht sogar dramatische Ereignisse wie etwa den 11. September besser“, sagt Prof. George Bonanno von der Columbia University in New York. Aber kann man lernen, innige Beziehungen zu knüpfen? Ja! Auf der Grundlage von Empathie, Einfühlungsvermögen. Je mehr wir versuchen, andere zu verstehen, desto stärker wird unser „soziales Gehirn“ aktiviert. Vom simplen „Ich bin da“ schalten sogenannte Spiegelneuronen auf „Ich werde gebraucht“ um – wir helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, und das macht glücklich. „Altruismus entsteht im Gehirn“, so Prof. Esch, „wird aber in körperliche Prozesse übersetzt. Viele Studien konnten zeigen, dass eine altruistische Haltung gesund ist für das Herz-Kreislauf-System, aber auch für das Nerven- und das Immunsystem.“ So trainieren Sie Ihre Empathie:

1. Ernennen Sie innerlich eine Art „Wächter“, der darauf achtet, dass Sie ausdauernd aufmerksam bleiben, wenn Sie Menschen treffen, die Ihnen wichtig sind. Das aktiviert den sogenannten „Gürtel“ (lat: Gyrus cinguli) im Gehirn. Er passt jetzt sozusagen verstärkt aufs Aufpassen auf.

2. Stellen Sie sich vor, wie sich Bewegungen und Gesten Ihres Gegenübers anfühlen, wenn Sie sie machen. Aber nicht nachäffen! Das regt die Spiegelneuronen an.

3.  Stellen Sie sich aktiv vor, was Ihr Gegenüber gerade denken oder wollen könnte. Ziehen Sie dabei aber keine voreiligen Schlüsse. Bleiben Sie offen und respektvoll! Erlaubt es die Situation, können Sie dezent eine ähnliche Sitz- oder Stehhaltung wie Ihr Gegenüber einnehmen.

4. Fragen Sie in Gesprächen ruhig ab und zu nach, ob Sie das Gesagte richtig verstanden haben. Wichtig: Es geht nicht darum, sich so eigene Meinungen bestätigen zu lassen.

5. Denken Sie an einen Menschen, der Sie liebt und den Sie lieben. Das weckt gute Emotionen. Wandeln Sie diese in gute Wünsche für Ihr Gegenüber um, die Sie ihm in Gedanken schicken. Das aktiviert das „Mitgefühl-System“ im Gehirn.

6. Setzen Sie sich mit einer Person zusammen, die Sie gut kennen. Berichten Sie sich nacheinander von einem Ereignis, das für Sie erfolgreich verlaufen ist. Etwas, das Sie gut gemacht oder erreicht haben. Derjenige, der zuhört, wertschätzt den anderen mit seiner Körpersprache, kurzen lobenden Kommentaren und einem kurzen positiven Fazit. Nach fünf Minuten tauschen Sie die Rollen.

7. Atmen Sie viermal tief ein und wieder aus. Stellen Sie sich danach folgende Fragen: Wer und/oder was gibt Ihnen Kraft (Personen, Vorbilder, Tiere, Dinge usw.)? Wer motiviert Sie, auch in schweren Zeiten morgens aufzustehen? Schreiben Sie alles auf! So haben Sie Ihre Energiequellen bei Bedarf immer wieder vor Augen.

8. Versuchen Sie bewusst Mitgefühl für unterschiedliche Personentypen zu entwickeln: a) Menschen, die Ihnen guttun, b) Freunde, c) „neutrale“ Menschen (z. B. den Busfahrer), d) „schwierige“ Menschen (z. B. den Chef) und schließlich e) für sich selbst.

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