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Handy-Terror Weghören geht nicht

Laut telefonierender Mann
„Hallo.“ – „In der Bahn.“ – „Nee.“ Handy-Telefonate mitzuhören nervt. Mehr, als Ohrenzeuge eines Zweiergesprächs zu werden, fand Veronica Galván von der University of California/USA heraus. Ihre Testpersonen glaubten, an einer Studie zum Leseverständnis teilzunehmen. Eine Gruppe wurde von einem persönlichen Gespräch gestört, die andere von jemandem am Handy. Später sollten sich die Probanden an Worte aus den Störgesprächen erinnern und ihre Ablenkung einstufen. Klarer „Sieger“: das Handy-Telefonat. Schuld ist eine sonst praktische Eigenschaft unseres Gehirns: Es will den Verlauf eines Gesprächs vorhersagen. Doch beim Handy-Gequassel fehlen ihm Infos. Es muss Aufmerksamkeit und Arbeit darauf verwenden, die Lücken sinnvoll zu füllen. „Nicht zu wissen, wohin ein Gespräch führt, macht mitgehörte Telefonate so störend“, erklärt Galván.