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Beziehungen Die verschiedenen Mutter-Typen

Es gibt sehr unterschiedliche Mutter-Typen. Claudia Haarmann, Physiotherapeutin, verrät VITAL, wie Sie diese erkennen. Und nennt Wege zur Versöhnung.
Mutter und Tochter

Die abweisende Mutter

weckt in der Tochter eine tiefe Sehnsucht, denn sie lernt als Kind: Ich bin nicht liebenswert. Fürsorgliche Menschen, z. B. die Großeltern, können diesen Mangel zwar ausgleichen. Für die erwachsene Tochter wird es dennoch darum gehen zu lernen, dass sie liebenswert ist und die Beziehungswelt heute anders ist, als sie früher war.

Die ambivalente Mutter

ist für die Tochter unvorhersehbar. Sie lernt früh, dass Liebe unzuverlässig ist. Später im Leben kann das zu unerklärbarer Eifersucht führen, da das Vertrauen fehlt. Die erwachsene Tochter muss daher lernen, dass die Welt nicht gleich untergeht, wenn ein Partner oder Freund sich mal zurückzieht.

Die Freundin-Mutter

steht sinnbildlich neben der Tochter und nicht schützend hinter ihr. Meist spielen die Töchter diese „verkehrte Welt“ lange mit. Werden die Bedürfnisse der Mutter jedoch zu groß, muss die Tochter diese „Freundschaft“ beenden, sich trennen, um später – als Kind, nicht mehr als Freundin – wieder auf die Mutter zugehen zu können.

Die überfürsorgliche Mutter

sitzt - wie ein Huhn auf dem Ei – auf dem Leben der Tochter. Diese muss lernen, zwischen sich und der Familie zu trennen: Was ist mein Leben, was ist das meiner Mutter? Die Herausforderung ist, ihr das Grundbedürfnis nach einem eigenen Leben deutlich zu machen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Die emanzipierte Mutter

signalisiert der Tochter: „Sei unabhängig!“ Und reicht oft einen von der eigenen Mutter gelernten Glaubenssatz weiter: „Ich brauche keinen, ich kann alles allein.“ Doch der führt leicht in die Einsamkeit. Die große Aufgabe der erwachsenen Tochter wird sein zu sagen: „Ich brauche dich.“

Lesen Sie hier über drei Töchter und zwei Mütter, die erzählen, wie sie am Ende doch zueinandergefunden haben.