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VITAL-Test Softlaser gegen Hautunreinheiten

Trends gibt's ja viele. Aber was taugen sie? Wir testen für sie Außenseitermethoden und Produkte, die Gesundheit und Wohlbefinden versprechen. Diesmal: Akupunkturlaser

Vera Vaelske

Zum Glück bin ich ein gesunder Mensch und jeden Tag dankbar dafür. Ab und zu habe aber auch ich ein Mini-Problem. Doch das ist meist sehr lästig. Sicher kennen Sie das: Sie wachen morgens auf und spüren schon nach der ersten Gesichtsgymnastik – da ist über Nacht ein Pickel gewachsen. Bevorzugt an Kinn, Stirn oder Nase – also für alle sichtbar. Was tun? Als Frau greift man dann gern zur Abdeckcreme in der Hoffnung, dass der Pickel nicht so auffällt und bald verschwindet. Aber mit dem Verschwinden ist das so eine Sache. Meine Geduld wird dabei oft auf eine harte Probe gestellt.

Der Softlaser, den mir die Redaktion zum Testen gab, soll mich im Kampf gegen die Pusteln unterstützen. Herkömmliche Laseranwendungen kenne ich bereits vom Hautarzt. Diesmal versuche jedoch mein Glück mit einem Akupunkturlaser, der ohne die schmerzhaften Nebenwirkungen der normalen Lasertherapie auskommen soll. Die Idee dahinter stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wonach mein Körper von speziellen Bahnen, den Meridianen durchzogen ist, in denen meine Lebensenergie fließt. Gerät dieser Fluss ins Stocken, wird man krank oder es wachsen eben Pickel. Der Softlaser soll jetzt meinen Energiefluss wieder anschieben und die Pusteln zum Verschwinden bewegen. Dafür „steche“ ich mit dem energiereichen Lichtstrahl des Lasers, der das Austrocknen der Pusteln beschleunigen soll, in die passenden Akupunkturpunkte am Handgelenk. Das mitgelieferte Handbuch soll mir zeigen, wie es geht – ohne den im Gerät integrierten Sucher hätte ich die richtige Stelle jedoch lange gesucht.

Weitere Infos

Für den Softlaser mit Akupunkturdetektor ist keine Schutzbrille nötig. Eine Spitze zur Ohrakupunktur kann nachbestellt werden. Preis: ca. 190 Euro. Infos: Tel. 08 00/2 40 44 00, www.aku-net.de 

Trotz dieser Hilfestellung verläuft meine erste Selbstbehandlung mit dem Gerät noch recht zittrig. Doch je öfter ich bestrahle, desto routinierter gehe ich damit um. Immerhin muss ich laut Anleitung zwei- bis dreimal pro Woche die Punkte circa vier Minuten lasern. Was mich bei der Bestrahlung allerdings nervt: Der Abstand vom Laser zur Haut soll ungefähr zwei Zentimeter betragen. Da können vier Minuten recht lang werden. Als ich nach etwa zehn Tagen mit der Behandlung aufhöre, komme ich ins Grübeln. Die Pusteln sind zwar so gut wie weg, aber 190 Euro sind viel Geld, wenn man damit nur seine Pickel loswerden will. Und bei der Behandlungszeit hält meine Abdeckcreme locker mit. Wenn man aber den Herstellerangaben glaubt, kann man mithilfe des Softlasers auch sehr viel schwerwiegendere Beschwerden heilen: So sollen z.B. nach Brüchen Knochen schneller zusammenwachsen, bei Gicht die Schmerzen gelindert werden oder Verbrennungen zweiten Grades rascher abheilen. Nach Meinung von TCM-Spezialisten schaffen das jedoch nur leistungsstarke Geräte. Die Softlaser für den Heimgebrauch sind dafür zu schwach.

Fazit: Ich bleibe bei meiner Creme. Sollte es mich härter treffen, vertraue ich den entsprechenden Spezialisten.